Wieder einmal hat es fast zwei Stunden gedauert, bis der geschmückte Narrenbaum, begleitet von lustiger Fasnetsmusik und fröhlichen Narren, sein Ziel vor dem Bürgerhaus erreicht hat. An der Wegstrecke lag das nicht: Diese misst kaum mehr als 1500 Meter. Aber da an vielen Stationen Speisen und Getränke angeboten werden – etwa alle 100 Meter war das der Fall – machte der Zug immer wieder für eine Weile Halt.

Die Umzugsteilnehmer labten sich an Kuchen, Hefezopf oder kleinen Snacks, kombiniert mit hausgemachtem Eierlikör, Immenstaader Wein, Schnaps oder auch alkoholfreiem Punsch aus Immenstaader Apfelsaft. Narrenvater Wolfgang "Hoss" Haas hatte einen großen Korb mit Bonbons dabei, die sich die Kinder aber erst mal verdienen mussten: "Hoorig, hoorig is die Katz" und "Borstig, borstig is die Sau", riefen sie aus vollem Hals, bis Hoss die begehrten Leckereien regnen ließ.

Bei den Kindern nicht weniger beliebt als die Bonbons waren die beiden prächtigen Friesenpferde von Walter und Anita Sauter. Die zogen nicht nur den gut 20 Meter langen Narrenbaum durch die Straßen, sondern bekamen in den Wartepausen auch viele Streicheleinheiten.

Am Bürgerhaus angekommen, brachten kräftige Männer den Baum in die richtige Ausgangsposition, aus der er mittels Drahtseil und Betonlaster flugs in die Senkrechte gebracht wurde. Prinz Lucas gab sich beim Gardetanz alle Mühe, die Beine so hoch zu schwingen wie Prinzessin Iris, bevor viele zum Weiterfeiern in den Gasthof Adler einzogen.