„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und möchten allen Spendern und den vielen Helfern recht herzlich danken“, sagt Karin Jäger. Seit zehn Jahren organisiert sie gemeinsam mit ihrem Mann Karl alle zwei Jahre den Immenstaader Hungermarsch, um Spenden für bedürftige Kinder zu sammeln. Diesmal sind 9300 Euro zusammengekommen. Die Stephan-Brodmann-Schule, die katholische und die evangelische Kirche erhalten je ein Drittel der Summe. Von dort wird das Geld an Organisationen weiterfließen, die sich für Kinder einsetzen.

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Viele Privatleute zeigen sich großzügig

Der Spendeneingang sei diesmal anfangs recht langsam angelaufen, sagt Karin Jäger. Da sowohl beim Staffellauf als auch beim Hungermarsch sehr hohe Temperaturen geherrscht haben, sei auch die Teilnehmerzahl kleiner gewesen. „Aber nach dem Lauf flossen die Spenden von Privatpersonen reichlich“, erzählt sie. Viele Spenden seien ihr auch persönlich übergeben worden. „Dabei hatte ich auch viele nette Gespräche mit den Spendern.“ Mehrere Privatleute hätten sehr großzügig gespendet, vonseiten der Firmen habe es diesmal weniger Geld gegeben.

Geld geht an Hilfseinrichtungen in Bolivien, Indien und Friedrichshafen

Die Schule wird mit ihrem Anteil wie seit vielen Jahren das von Pfarrer Josef Neuenhofer gegründete Hilfswerk „Arco Iris“ in La Paz, Bolivien unterstützen, wie Schulleiter Burkhard Zapkau mitteilt. Der Spendenanteil der katholischen Kirche fließt an ein Heim für behinderte Kinder in der Stadt Naipur in Indien. Pallotiner Pater Robert Abele kenne das Heim und die dort geleistete Arbeit zum Wohl der Kinder gut, sagt Karin Jäger. Der Anteil der evangelischen Kirche geht auf Wunsch von Pfarrer Martin Egervari an das Frauen- und Kinderschutzhaus in Friedrichshafen. Dort wird Frauen und Kindern geholfen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. „Weil sie oft in großer Eile fliehen müssen, können sie nur wenig mitnehmen und müssen vieles erst einmal neu beschaffen“, erklärt Karin Jäger.

Ob sie 2021 wieder einen Hungermarsch organisieren werden, kann Karin Jäger noch nicht sagen. „Dann sind wir 80 Jahre alt. Aber wenn wir noch fit genug sind, lassen wir uns vielleicht etwas Neues einfallen.“