Da ist eine Rutsche, die offenkundig in die Jahre gekommen ist – ein Feinschliff, etwas Farbe, fertig. Dazu noch den Sand im Sandkasten auffüllen, vielleicht ein Spielhäuschen aufstellen und die Brennnesseln beseitigen. „Wenn man da an den richtigen Stellschrauben dreht, kann man sehr schnell Verbesserungen herbeiführen. Und das sind oft Dinge, die wir großteils auch selbst – in Absprache mit der Gemeinde – leisten können.“ Darin sind sich die sieben Mütter einig, die im November den Förderverein Spielplätze Immenstaad gegründet haben, berichtet Nina Schobloch, Vorsitzende des neuen Vereins.

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Bürgermeister Johannes Henne sei von der Idee des Fördervereins begeistert: "Für eine Gemeinde ist es immer wünschenswert und erfreulich, wenn ihre Bürger Engagement zeigen und die Dinge selbst in die Hand nehmen." Zwar gebe es in Immenstaad rund 20 dezentral angelegte Spielplätze. Die Instandhaltung der Spielplätze koste aber zum einen viel Geld, zum anderen auch Zeit, die der Bauhof in der "blühenden" Gemeinde im Frühjahr und Sommer oft nicht im Übermaß habe.

"Gründungsmamas" und ihre Idee

Die Idee hatten die "Gründungsmamas", als ihre Kleinen im Spielplatzalter angekommen waren und der Aquastaad-Spielplatz durch die Sommersaison als frei zugänglicher Spielplatz weggefallen war. "Wir haben zwar viele Spielorte, aber kaum einen Spielplatz, der für mehrere Altersschichten gleichzeitig Spielmöglichkeiten bietet, geschweige denn umzäunt ist", sagt Kristina Rakenius, Mutter von drei Kindern. Auch ein zentraler Spielplatz als Begegnungsort für Einheimische, Zugezogene und Ferienbesucher fehle, betont Bianca Rippel, seit einem Jahr in Immenstaad – dabei gebe es gerade hier die Gelegenheit für neue Bekanntschaften.

Verein stellt sich beim Weihnachtsmarkt vor

"Unser Ziel ist es, neben der Aufbesserung bestehender und der Schaffung eines neuen möglichst zentralen Spielplatzes, auch eine Stimme im Ort zu sein, die die Bedürfnisse der Eltern in Sachen Spielplätze aufnimmt und gebündelt an die Gemeinde weitergibt", ergänzt Nina Schobloch. Es gab bereits im Juni eine von den Müttern initiierte Umfrage. Der Verein stellt sich beim Weihnachtsmarkt am 15. und 16. Dezember vor.