Rechtzeitig vor Beginn der touristischen Hochsaison wurden hinter dem Rathaus zwei Ladesäulen für Elektroautos in Betrieb genommen. „Aber der erste, der sie genutzt hat, war ein Immenstaader mit seinem Elektro-Golf“, berichtet Ortsbaumeister Ulrich Kohler. Bürgermeister Johannes Henne betont: „Es ist ein klares politisches Zeichen, dass sich der Gemeinderat für diesen zentralen Platz entschieden hat.“ Dafür wurden auch vier Stellplätze zur Verfügung gestellt, die bisher von Mitarbeitern der Gemeinde genutzt wurden.

1000 Schnellladesäulen bis 2020

Immenstaad arbeitete beim Aufbau der Infrastruktur für Elektromobilität mit dem Energieversorgungsunternehmen EnBW und dessen Kommunalberater Rico Goede zusammen. Dieser berichtet, dass EnBW plane, bis 2020 1000 Schnellladesäulen im Land aufzustellen. Am nördlichen Bodenseeufer gebe es solche bereits in Sipplingen, Meersburg, Hagnau und Immenstaad. Beim Landratsamt in Friedrichshafen solle in Kürze ebenfalls eine in Betrieb gehen. Weitere Schnellladestationen seien an der Strecke zwischen Friedrichshafen und Lindau geplant.

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15 Minuten für 100 Kilometer Reichweite

Die Immenstaader Schnellladesäule bietet eine Ladeleistung von bis zu 50 Kilowatt. Maximal zwei Fahrzeuge können gleichzeitig geladen werden. Drei Steckertypen ermöglichen es, alle gängigen Typen von Elektroautos anzuschließen. Neben der Schnellladesäule steht eine weitere Ladesäule mit 22 Kilowatt Ladeleistung. Diese ist für Fahrzeuge geeignet, die mit eigenen Kabeln ausgestattet sind. Welche Ladeleistung ein Fahrzeug tatsächlich nutzen könne, hänge vom eingebauten Lademodul ab, erklärt Goede. Dieses könne die Ladeleistung auch herunter regeln. Werde die Ladeleitung voll genutzt, könne in etwa 15 Minuten für 100 Kilometer Reichweite geladen werden.

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App hilft beim Finden von Ladestationen

Bezahlt wird an der Ladesäule nach Kilowattstunden über eine Karte des Ladeverbundes Intercharge oder über eine Smartphone-App per Kreditkarte. Die App hilft auch beim Finden der Ladestationen. „E-Mobilität kann sich ja nur entwickeln, wenn die nötige Infrastruktur vorhanden ist“, sagt der Bürgermeister und Rico Goede fügt hinzu: „Jemand muss immer den ersten Schritt machen und Immenstaad ist ihn mitgegangen“.