Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Martin Hahn (Bündnis 90/Die Grünen) hat Landesverkehrsminister Winfried Hermann die Bodenseeregion besucht. Dabei hat er sich vor Ort zwischen Ittendorf und Kippenhausen einen Eindruck von der Komplexität der Trassenfindung für die B 31-neu verschafft. Bei der Fahrt zu markanten Punkten der unterschiedlichen Trassenvarianten wurden Hermann und Hahn von Matthias Kühnel begleitet, dem Projektleiter des Regierungspräsidiums in Sachen B 31.

Minister lobt frühzeitige Bürgerbeteiligung

Seine Eindrücke fasste der Verkehrsminister so zusammen: „Wir sind uns einig: Einfach und billig wird hier nicht gehen. Hier ist jeder Quadratmeter intensiv genutzt.“ Es gebe seiner Ansicht nach keinen Korridor, von dem man sagen könne: „Hier passt die Straße rein.“ Die frühzeitige Bürgerbeteiligung habe jedoch geholfen, neue Kombinationsmöglichkeiten zwischen den ursprünglich angedachten Trassen zu entdecken.

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Bis zum Spatenstich noch viele Schritte nötig

„Wir müssen die schwer erträglichen Probleme mit den Ortsdurchfahrten lösen und dabei möglichst wenig Schaden und möglichst wenig Betroffenheit bei der Bevölkerung erzeugen. Und natürlich muss die neue Straße auch funktionieren“, fasste Hermann die Herausforderung zusammen und fügte hinzu: „Eigentlich müsste man schon heute bauen, aber bis zum ersten Spatenstich sind noch viele Schritte nötig.“

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„Wir können heute nicht mehr so planen wie vor 50 Jahren“

Beim Thema Mobilität dürfe man nicht nur an Straßen denken, war sich Hermann mit Hahn und Kühnel einig. „Wenn wir erreichen wollen, dass Deutschland bis 2050 klimaneutral ist, muss sich noch viel ändern und der Verkehr einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagte der Verkehrsminister. „Wir können heute nicht mehr so planen wie vor 50 Jahren. Wir müssen schauen, wie es in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehen wird.“

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Landtagsabgeordneter Martin Hahn zeigte sich überzeugt davon, dass auch die Elektrifizierung und der streckenweise Ausbau der Bodenseegürtelbahn dazu beitragen werde, dass der Autoverkehr in der Region nicht weiter ansteigt. Er denke, bei diesem Thema werde es schneller vorangehen als beim Bau der Straße.