Was hat dazu geführt, dass Peter Daniel den Verein verlassen hat? In einer E-Mail vom 18. Oktober an die Mitglieder des Teams aus allen Abteilungen des TuS, die ihn bei der Erstellung der Chronik unterstützt und Beiträge dazu geliefert haben, bedankt sich Peter Daniel für die konstruktive Zusammenarbeit.

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Er begründet seinen Austritt aus dem Verein nach 40 Jahren so: „Unerwartet ergaben sich im Verlauf der Schlussredaktion unüberbrückbare Differenzen mit Vorstandsmitgliedern.“

Schlussredaktion vor dem Druck

Im Gespräch mit dem SÜDKURIER erklärt Peter Daniel, dass die Chronik nach rund einem Jahr Arbeit Anfang Oktober aus seiner Sicht druckfertig gewesen sei. Der Vorstand habe darauf bestanden, die Chronik durchzuschauen und eine Schlussredaktion vorzunehmen. Das bestätigt der stellvertretende Vorsitzende des TuS, Klaus Priesett. „Wir konnten nicht akzeptieren, dass ein Werk, das noch diverse Fehler enthielt, im Namen des TuS veröffentlicht wird.“

Vorsitzender spricht von einer Reihe von Missverständnissen

Was folgte, nennt der TuS-Vorsitzende Clemens Müller „eine Reihe von Missverständnissen“. Er sei wie alle anderen Mitglieder des Vorstands dafür gewesen, dass die Chronik vor dem Druck Korrektur gelesen wird.

Treffen nimmt kein harmonisches Ende

Bei der anberaumten Schlussredaktion mit Peter Daniel habe er aus Zeitgründen nicht dabei sein können. Deshalb könne er nicht aus eigenem Erleben sagen, welche Worte gefallen seien. Dass das Treffen nicht harmonisch verlief, lässt sich zumindest aus der Reaktion des Chronisten schließen.

„Wir wollten ihn in keiner Weise diskreditieren“

Clemens Müller bedauert den Austritt: „Mir wäre es wirklich lieber, es wäre anders gekommen. Der TuS ist Peter sehr dankbar für seine Arbeit. Er hat sich sehr viel Mühe gemacht, um die vielen Dinge für die Chronik zusammenzutragen. Wir wollten ihn in keiner Weise diskreditieren. Es gab auch keine Zweifel an Peters Fähigkeiten. Eigentlich hatten wir ja dasselbe Ziel: eine möglichst schöne Chronik zu machen. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand hätte aber konstruktiver verlaufen können.“

TuS sieht Peter Daniel immer noch als Autor des Buchs an

Es habe nicht so weit kommen müssen, wie es jetzt gekommen ist, fügt er hinzu und betont: „Auch wenn Peter Daniel darauf bestanden hat, dass sein Name im Impressum der Chronik und als Autor aus dem Buch entfernt wurde: Es ist immer noch sein Werk.“

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