Das gewünschte Ergebnis der Immenstaader Grünen bei der Gemeinderatswahl hat Markus Böhlen bei der Versammlung zur Nominierung der Kandidaten schon einmal vorgegeben: Die Grünen wollen im neuen Gemeinderat vier oder besser noch fünf Sitze besetzen. Wenn es so käme, würde sich der Trend bei den Grünen in Immenstaad fortsetzen: Als sie vor 15 Jahren erstmals kandidierten, erreichten sie auf Anhieb zwei Sitze, bei der darauffolgenden Wahl waren es drei.

Angelika Bauser-Eckstein kandidiert nicht mehr für den Gemeinderat

Er habe die vergangenen Wochen fast ausschließlich damit verbracht, mit möglichen Kandidaten zu sprechen, sagte Böhlen. Offenbar mit Erfolg: Für die 16 Listenplätze stellten sich auch 16 Kandidaten zur Wahl. Welchen Listenplatz man habe, sei bei den Gemeinderatswahlen fast egal, schickte Böhlen der Wahl voraus. Das habe sich bei der Kommunalwahl 2014 gezeigt, als Martin Gomeringer trotz Listenplatz 16 – zu dessen eigener Überraschung – in den Gemeinderat gewählt worden sei. Angelika Bauser-Eckstein zog vor 15 Jahren gemeinsam mit Markus Böhlen in den Gemeinderat ein und ist ebenfalls seither Mitglied. Weil sie mehr Zeit für ihre pflegebedürftige Mutter brauche, wolle sie diesmal nicht kandidieren, erklärte sie. Sie bleibe den Grünen jedoch weiterhin sehr verbunden und wolle sich nach ein paar Jahren Pause auch gerne wieder als Kandidatin für den Gemeinderat zur Verfügung stellen.

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Das sind die Kandidaten

Auf welchen Listenplatz die Bewerber kandidieren wollten, war bereits vor der Wahlversammlung besprochen und einvernehmlich geregelt worden. Da sich bei der Versammlung auch keine weiteren Kandidaten meldeten, verlief die Wahl zügig. Jeder Kandidat stellte sich vorab kurz vor und nannte Interessengebiete und Schwerpunkte. Auf der Liste stehen Franziska Breyer, Markus Böhlen, Sonja Heß, Martin Gomeringer, Andrea Sinclair, Joachim Behnke, Susanne Bumüller, Sven Volk, Dirk Woller, Reinhold Hager, Tobias Dickreiter, Michael Eckstein, Wolfgang Soellner, Rodrigo Otey, Renate Weber und André Witthöft-Mühlmann.

Grüne wollen intelligente Mobilitätskonzepte

Markus Böhlen sagte, ihm sei wichtig, eine gute Bauleitplanung für die Gemeinde zu erarbeiten. "Innenverdichtung sollte vor einer Ausdehnung der Bebauung nach außen kommen. Trotzdem darf manchmal auch ein Stockwerk weniger gebaut werden." Auch in Sachen nachhaltiger Tourismus gehe noch einiges mehr in der Gemeinde. Bevor er sich zum Bau der neuen B 31 positioniere, wolle er abwarten, was bei der Veranstaltung des Regierungspräsidiums am Dienstag, 12. Februar, in Markdorf zu erfahren sei und welche Antworten es dort auf die Fragen der Grünen gebe. "Aber es wird so oder so noch viele Jahre dauern, bis die neue Straße da ist. Wir müssen auch deshalb intelligente Mobilitätskonzepte für unsere gesamte Raumschaft entwickeln."

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Schwerpunktthemen werden nun ausgearbeitet

Nachhaltige Landwirtschaft, weniger Flächenversiegelung, Einsatz gegen den Klimawandel, eine faire und nachhaltige Gemeinde, Sozialpolitik, der innerörtliche Verkehr sowie die Stärkung des ÖPNV und des Radverkehrs sind einige Wahlkampfthemen der Grünen. Diese wollen sie jetzt ausarbeiten. Martin Gomeringer fasste zusammen: "Es ist mir weiterhin wichtig, die Wahrheit zu sagen und Dinge auf den Punkt zu bringen. Auch wenn es anderen Fraktionen im Gemeinderat nicht gefällt."