Die Zahl der Stunden, die von Mitgliedern des DRK-Ortsvereins im Jahr 2018 für Bereitschaft, Sanitätsdienste, Einsätze, Blutspende-Aktionen, Übungen und Ausbildung ehrenamtlich aufgewendet wurden, kann sich sehen lassen: Es waren insgesamt 6124. Davon entfiel ein großer Anteil auf das „Helfer-vor-Ort“-Projekt. Dieses bleibt ein Erfolgsmodell und wirkt auch ein gutes Stück über die Gemeindegrenzen hinaus.

Insgesamt hat der Ortsverein 60 Mitglieder, davon 34 im aktiven Bereitschaftsdienst und 15 im Jugendrotkreuz (JRK). Das Jugendrotkreuz sei nicht nur bei den wöchentlichen Gruppenabenden aktiv, berichtete Melanie Pfeifer gemeinsam mit Leonie und Annika vom JRK bei der Hauptversammlung.

Tamara Scheinert (rechts) hat bisher das Jugendrotkreuz geleitet, kann diese Aufgabe aber nicht weiterführen, weil sie zur Berufsausbildung umzieht. Christiane Hirt und Nicole Weiß bedanketen sich für tolle Arbeit mit einem kleinen Geschenk.
Tamara Scheinert (rechts) hat bisher das Jugendrotkreuz geleitet, kann diese Aufgabe aber nicht weiterführen, weil sie zur Berufsausbildung umzieht. Christiane Hirt und Nicole Weiß bedanketen sich für tolle Arbeit mit einem kleinen Geschenk. | Bild: Gisela Keller

Die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich mit Erster Hilfe und sozialen Themen, übten die Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr, nahmen an Wettbewerben teil und engagierten sich zu Gunsten eines Kinderhospizes. Für dieses Jahr plant Melanie Pfeifer ein einwöchiges Ferienprogramm für das JRK und die Schüler der Erste-Hilfe-AG an der Stephan-Brodmann-Schule.

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Dabei, so kündigte sie an, solle neben der weiteren Ausbildung auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Joachim Kruschwitz (hinten links), Präsident des DRK Kreisverbandes ehrte Mitglieder des DRK Ortsvereins Immenstaad für langjährigen Einsatz.Bereitschaftsleiterin Christiane Hirt (daneben) freut‘s. Geehrt wurden (vorn v.l.) Markus Basch für 20 Jahre, Fritz Lorenz für selten erreichte 55 Jahre, Sven Volk für 35 Jahre, Toy Müller für 15 JAhre und Christina Amann für 35 Jahre.
Joachim Kruschwitz (hinten links), Präsident des DRK Kreisverbandes ehrte Mitglieder des DRK Ortsvereins Immenstaad für langjährigen Einsatz.Bereitschaftsleiterin Christiane Hirt (daneben) freut‘s. Geehrt wurden (vorn v.l.) Markus Basch für 20 Jahre, Fritz Lorenz für selten erreichte 55 Jahre, Sven Volk für 35 Jahre, Toy Müller für 15 JAhre und Christina Amann für 35 Jahre. | Bild: Gisela Keller

Wie Einsatzleiterin Christiane Hirt und Stellvertreter Christian Sinz berichteten, haben auch die Erwachsenen viel Zeit in die Ausbildung investiert und zusätzlich mehrere Übungen absolviert – oft gemeinsam mit der Feuerwehr. Von elf Einsätzen im Jahr 2018 war der am 30. Dezember in Friedrichshafen mit Abstand der aufwändigste: Durch Brandstiftung waren dort mehrere Brände ausgebrochen – der größte davon im Parkhaus am See. Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) war hier bei der Betreuung der Feuerwehrleute im Einsatz.

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Auf 130 Einsätze kamen die „Helfer-vor-Ort“, die 2018 an 286 Tagen in Bereitschaft waren. Sie hatten überwiegend mit internistischen und chirurgischen Notfällen zu tun. Sieben Mal führten sie Reanimationen durch. Durchschnittlich war ein „Helfer-vor-Ort“ nach vier Minuten und 13 Sekunden am Einsatzort und damit mehr als fünfeinhalb Minuten früher als der erste Rettungswagen.