Am Sonntag, 15. Oktober, sind die Bürger Immenstaads aufgerufen, den Nachfolger für ihren langjährigen Bürgermeister Jürgen Beisswenger zu wählen, der nach 24 Jahren Amtszeit nicht mehr antritt und in den Ruhestand geht. Einziger Kandidat ist Johannes Henne. Seine Motivation sei auch ohne Gegenkandidat ungebremst, hat Henne im Wahlkampf immer wieder betont. Auch wenn nur sein Name auf dem Stimmzettel steht, hofft Henne auf eine hohe Wahlbeteiligung. In der Wahlarena des SÜDKURIER sagte Henne: "Es ist wichtig, dass die Bürger ihr Wahlrecht ausüben, denn der Rückhalt der Bevölkerung ist entscheidend, um der Kommunalpolitik den Rücken zu stärken." Amtsinhaber Jürgen Beisswenger rief bei der offiziellen Kandidatenvorstellung in der Linzgauhalle die Immenstaader ebenfalls auf, zur Wahl zu gehen: "Das ist unsere Gemeinde. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und zeigen Sie damit Interesse an der Kommunalpolitik."

Zur Bürgermeisterwahl sind mehr Immenstaader wahlberechtigt als bei der Bundestagswahl, denn bei der Wahl des Rathaus-Chefs darf bereits ab einem Alter von 16 Jahren gewählt werden. Insgesamt sind 5261 Immenstaader wahlberechtigt. Bei der Bundestagswahl waren es 4834. Wie bei der Bundestagswahl gibt es sechs Wahlbezirke plus zwei Briefwahlbezirke. Auch die Wahllokale sind dieselben. Es sind wieder 60 Wahlhelfer im Einsatz. Zur Bürgermeisterwahl haben mit 580 Wählern deutlich weniger Immenstaader Briefwahlunterlagen angefordert als zur Bundestagswahl. Da waren es 1360. Am Sonntag schließen die Wahllokale um 18 Uhr. Wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, werde die Auszählung etwa 30 bis 45 Minuten später abgeschlossen sein, schätzt Hauptamtsleiter Michael Haase.

Im Bürgersaal werden die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke auf einer Leinwand angezeigt, sobald sie vorliegen. Das offizielle Endergebnis wird vor dem Rathaus bekannt gegeben.

In einer kleinen Umfrage unter Immenstaadern, die freilich nicht repräsentativ ist, zeigt sich keine Wahlmüdigkeit. So wie Heide Budde ist es für viele Bürger Ehrensache, wählen zu gehen. Eines ist jedenfalls sicher: Mit Johannes Henne bekommen die Immenstaader einen sehr jungen Bürgermeister: Er hat am 11. September seinen 30. Geburtstag gefeiert. Aufgewachsen in Sigmaringendorf in einer Bürgermeisterfamilie, wohnt er derzeit noch in Biberach an der Riß zusammen mit seiner Partnerin Emma Heinz, Lehrerin für Werkreal- und Realschule.