Im vergangenen Jahr wurde statt des Neujahrsempfangs im Januar die Amtseinführung Johannes Hennes als Bürgermeister gefeiert. Beim Neujahrsempfang am gestrigen Sonntag nun blickte der Bürgermeister auf sein ereignisreiches erstes Amtsjahr zurück und außerdem voraus auf ein Jubiläumsjahr, das für die Gemeinde mindestens genauso ereignisreich werden wird.

In Immenstaad beginnt ein ereignisreiches Jahr

Im laufenden Jahr wird "925 Jahre Immenstaad" gefeiert und auch mehrere runde Vereinsgeburtstage stehen auf dem Programm. Großprojekte gehen in die Bauphase und nach der Kommunalwahl wird es einige Veränderungen im Gemeinderat geben. Fast noch wichtiger dürfte für die Gemeinde die weitere Entwicklung in Sachen B31-Neu werden. Dazu gab es vom Bürgermeister ein klares Statement.

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Zum Neujahrsempfang waren so viele Immenstaader gekommen, dass Johannes Henne scherzte, die Gemeinde müsse vielleicht beim Rathausumbau auch noch über eine Erweiterung des Bürgersaals nachdenken.

Der Bürgersaal war fast zu klein, um alle Gäste beim Neujahrsempfang zu fassen.
Der Bürgersaal war fast zu klein, um alle Gäste beim Neujahrsempfang zu fassen. | Bild: Gisela Keller

Der Rathausumbau, bei dem ein zeitgemäßer Bürgerservice das Ziel ist, zählt wie der Neubau des Bauhofs und der Kita Seegaddel zu den großen anstehenden Bauprojekten. Auch ein verbesserter Hochwasserschutz steht auf der Agenda. Als eines der ersten Projekte im begonnenen Jahr wolle er mit seinen Mitarbeitern und dem Gemeinderat in die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts für die Haupt- und Bachstraße einsteigen, kündigte Henne an. Dabei setzte er auf eine rege und kontinuierliche Einbindung der Bürger. Der Rahmenplan solle Ende 2019 verabschiedet werden, so Henne. Anschließend werde man mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Bereiche der Gemeinde städtebaulich, verkehrlich und umweltbezogen neu ordnen und weiterentwickeln.

Auch nachdenkliche Minen waren während der Rede von Johannes Henne bei den Landtagsabgeordneten Klaus Hoher, Martin Hahn und Lothar Riebsamen sowie bei Landrat Lothar Wölfe zu sehen.
Auch nachdenkliche Minen waren während der Rede von Johannes Henne bei den Landtagsabgeordneten Klaus Hoher, Martin Hahn und Lothar Riebsamen sowie bei Landrat Lothar Wölfe zu sehen. | Bild: Gisela Keller

Auch die anderen wunden Punkte wolle die Gemeinde angehen, sagte Henne. Dazu zählte er die Konzeption für die Sanierung und Erweiterung der Schule und ein "leichtgewichtiges" Sanierungskonzept für die Linzgauhalle, mit dem für die nächsten Jahre ein möglichst angenehmer Sport- und Veranstaltungsbetrieb ermöglicht werden solle. Die Standortfrage für eine neue Sporthalle mit Kulturbereich will Henne nochmals aufwerfen und diskutieren – auch vor dem Hintergrund der Potenziale für eine zukünftige Gemeindeentwicklung, bei der die Gewinnung weiterer Flächen für Wohnbebauung von zentraler Bedeutung sei.

Die Jubiläumstorte schnitt der Bürgermeister mit Nicola von der Nüll und Ruth Höft sowie Vereinsvertretern an: (von links) Reinhard König (Heimatverein), Rüdiger Dube und Wolfgang Haas (Hennenschlitter), Karl Jäger (Turn- und Sportverein), Leo Straub (Familiengärten), Klaus Priesett (TuS).
Die Jubiläumstorte schnitt der Bürgermeister mit Nicola von der Nüll und Ruth Höft sowie Vereinsvertretern an: (von links) Reinhard König (Heimatverein), Rüdiger Dube und Wolfgang Haas (Hennenschlitter), Karl Jäger (Turn- und Sportverein), Leo Straub (Familiengärten), Klaus Priesett (TuS). | Bild: Gisela Keller

Klares Statement zum Thema B31

Das alles werde von einem ganz entscheidenden Teil von der weiteren Entwicklung in Sachen Aus- oder Neubau der B 31 abhängen, machte Henne deutlich. Einen Ausbau halte er nach wie vor für nicht vertretbar, ebenso wenig Varianten, die sich durch die seenahen Naherholungsgebiete schlängeln. "Klar und deutlich spreche ich mich deshalb für eine Trassenvariante mit Verlauf im nördlichen Bereich unserer Gemarkung aus." Dafür ernte Henne im Saal viel zustimmenden Applaus.

Video: Gisela Keller

Für die Kommunalwahl im Mai forderte der Bürgermeister die Immenstaader auf, sich einzubringen und auf jeden Fall zur Wahl zu gehen. Er selbst werde für den Kreistag kandidieren.

A-Cappella-Gesang und Kabarett kommen gut an

Die A-Cappella-Gruppe "Voice it" und Kabarettist Bernhard Bitterwolf kamen bei den Gästen des Neujahrsempfangs bestens an.

Video: Gisela Keller
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Video: Gisela Keller
Video: Gisela Keller

Viele Besucher blieben noch, gab es doch viel Gesprächsstoff

Irmgard Finkbeiner, Karin Schäfer, Christa Rose, Dr. Michael Emmert, Carola Emmert und Karl Guter unterhielten sich gut.
Irmgard Finkbeiner, Karin Schäfer, Christa Rose, Dr. Michael Emmert, Carola Emmert und Karl Guter unterhielten sich gut. | Bild: Gisela Keller
Karl und Karin Jäger und Pfarrer Matthias Schneider tauschten sich im Gespräch aus.
Karl und Karin Jäger und Pfarrer Matthias Schneider tauschten sich im Gespräch aus. | Bild: Gisela Keller
Armin Lauer, Elvira König und Christine Lauer genossen den Jahresempfang.
Armin Lauer, Elvira König und Christine Lauer genossen den Jahresempfang. | Bild: Gisela Keller
Hanspeter Kießling, Simone Eberhard-Kießling, Christiane von Rauchhaupt und Michael Leute gefiel es beim Jahresempfang.
Hanspeter Kießling, Simone Eberhard-Kießling, Christiane von Rauchhaupt und Michael Leute gefiel es beim Jahresempfang. | Bild: Gisela Keller
Wer sagt im Rathaus, wo's lang geht? Ganz klar: Marion Grau (Mitte) sagt Bernhard Bitterwolf.
Wer sagt im Rathaus, wo's lang geht? Ganz klar: Marion Grau (Mitte) sagt Bernhard Bitterwolf. | Bild: Gisela Keller
Auch Waltraud und Max Frank feierten mit beim Jahresempfang.
Auch Waltraud und Max Frank feierten mit beim Jahresempfang. | Bild: Gisela Keller