Seit Oberlehrer Erwin Singer und Schreinermeister Alfred Berger zusammen mit 45 Immenstaadern am 1. Juni 1919 den Turnverein Immenstaad ins Leben riefen, gab und gibt es für die Sportler in der Seegemeinde nicht nur sportlich viele Herausforderungen zu meistern, sondern auch bei der Verbesserung ihrer Trainingsmöglichkeiten. Zum Turnverein kam 1936 ein Fußball-Club hinzu.

Die erste Mannschaft 1950 auf dem Weg vom Adler durch die Bachstraße zum Fußballplatz am "Grottenloch" beim Strandbad.
Die erste Mannschaft 1950 auf dem Weg vom Adler durch die Bachstraße zum Fußballplatz am "Grottenloch" beim Strandbad. | Bild: Archiv TuS Immenstaad

Nach dem Krieg wurde aus den beiden Vereinen auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht einer. Seit 1952 heißt dieser Turn- und Sportverein (TuS). 1953 kam eine Tischtennis-Abteilung hinzu, 1974 schlossen sich die Volleyballer der 1966 gegründete BSG Dornier dem TuS an und seit 1979 gibt es auch eine Leichtathletik-Abteilung. Heute ist der TuS mit 1200 Mitgliedern der größte Verein im Dorf. Alle zusammen feiern in diesem Jahr das Jubiläum des ersten Sportvereins in Immenstaad.

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1919 träumten die Turner, die im Freien auf einem Platz hinter dem damaligen Rathaus im Freien trainierten, von einem Übungsraum. Den ersten richtigen Übungsraum bekamen sie etliche Jahre später – im Schwörerhaus. Für eine Riesenfelge am Reck war der Raum jedoch nicht hoch genug, deshalb wurde ein Loch in den Boden gegraben und das Reck tiefer gelegt. 1936 bauten sich die Turner in Eigenarbeit eine kleine Turnhalle – dort wo heute das Feuerwehrhaus steht.

Im Keller des Schwörerhauses hatten die Turner ihren ersten Übungsraum. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1930.
Im Keller des Schwörerhauses hatten die Turner ihren ersten Übungsraum. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1930. | Bild: Archiv TuS Immenstaad

Kurz zuvor hatten Mitarbeiter des Seewerks – Zugezogene aus Hessen, dem Saarland und dem Ruhrgebiet – ihre Fußball-Begeisterung mit an den See gebracht und steckten damit auch ein paar Einheimische an. 1936 wurde der Immenstaader Fußballclub gegründet. Die Gemeinde stellte dem Verein das "Grottenloch", einen Fischweiher östlich des Strandbads, zur Verfügung und die Fußballer schaufelten viele Tonnen Füllmaterial hinein, um einen richtigen Fußballplatz daraus zu machen.

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1937 wurde aus dem "Grottenloch" beim Strandbad der Fußballplatz. Den vielen Kies schippten die Fußballer eigenhändig.
1937 wurde aus dem "Grottenloch" beim Strandbad der Fußballplatz. Den vielen Kies schippten die Fußballer eigenhändig. | Bild: Archiv TuS Immenstaad

Mit dem Bau der Linzgauhalle verbesserten sich 1972 die Bedingungen für die Hallensportler. 1975 wurde das Strandbad erweitert und für die Fußballer in den Forstwiesen ein neuer Platz angelegt. Dieser Platz hatte einen Belag aus rotem Kunststoff-Granulat, erinnert sich Clemens Müller, der viele Jahre Torwart der ersten Mannschaft war und seit 1998 Vereins-Vorsitzender ist.

Die erste Mannschaft der TuS-Fußballer im Jahr 1976. Torwart war noch viele weitere Jahre der heutige Vorsitzende Clemens Müller. Viele der Spieler sind auch heute noch in Immenstaad sehr bekannte Persönlichkeiten – nicht nur im Sport.
Die erste Mannschaft der TuS-Fußballer im Jahr 1976. Torwart war noch viele weitere Jahre der heutige Vorsitzende Clemens Müller. Viele der Spieler sind auch heute noch in Immenstaad sehr bekannte Persönlichkeiten – nicht nur im Sport. | Bild: Archiv TuS Immenstaad

1994 kam dann der Kunstrasen. Weil es auf dem Gelände in den Forstwiesen weder Umkleiden noch Duschen gab, begannen die Sportler 1976 mit dem Bau eines Sportlerheims – in Eigenarbeit nach Feierabend und an den Wochenenden. 1983 wurde es endlich fertig. "Die Linzgauhalle reicht schon lange nicht mehr aus", so Müllers Stellvertreter Klaus Priesett und fordert: "Wir hätten mehr Abteilungen, wenn wir eine richtige Sporthalle hätten. Wir warten seit 25 Jahren drauf".

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