Es hat sich herumgesprochen: Beim Kippenhausener Jedermannsturnier der Katzenzunft winkt jede Menge Spaß beim Völkerballspiel. Beim zweiten Turnier dieser Art traten am Samstag etliche Mannschaften mehr an als bei der Premiere, die im letzten Jahr stattfand. Diesmal gab es zudem ein eigenes Kinderturnier.

Ins Endspiel des Kinderturniers schafften es die „Schali-Kids“ aus Kippenhausen (in weißen Shirts) und die „Zerquetschten Zwetschgen“ aus Immenstaad. Schiedsrichter Fabian Kohl (links) lebt inzwischen in Norwegen und ist extra fürs Turnier angereist.
Ins Endspiel des Kinderturniers schafften es die „Schali-Kids“ aus Kippenhausen (in weißen Shirts) und die „Zerquetschten Zwetschgen“ aus Immenstaad. Schiedsrichter Fabian Kohl (links) lebt inzwischen in Norwegen und ist extra fürs Turnier angereist. | Bild: Gisela Keller

Beim Aufbau und den Vorbereitungen am Samstagmorgen machte den Mitgliedern der Katzenzunft kräftiger Regen zu schaffen. „Wir waren alle klitschnass hinterher“, berichtete Zunft-Chef Pascal Bochenek. Das Kinderturnier wollten die Veranstalter wegen des Regens kurzfristig absagen. „Sie wollten aber unbedingt spielen“, schilderte Bochenek – und den Kindern gelang es, die Erwachsenen umzustimmen. Für die Dauer des mit geringer Verspätung beginnenden Kinderwettkampfs sowie während des Turniers der Erwachsenen legte der Regen dann aber immer mal wieder Pausen ein.

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Drei Teams – zwei aus Kippenhausen, eins aus Immenstaad – traten bei den Kindern an, zwölf Teams bei den Erwachsenen. Hier war Kippenhausen mit zwei Mannschaften aus den Reihen der Katzenzunft, einem der Schalmeien und den „Wohnwagen“ vertreten. „Das sind sehr aktive Vertreter der ‚Next Generation‘ bei uns in Kippenhausen„, erklärte Bochenek, „und sie haben eine Art Clubheim in einem Wohnwagen“.

Die „Wohnwagen“ haben am SÜDKURIER-Sportradar getestet, mit welcher Geschwindigkeit sie einen Ball ins Tor schießen können, und sich mit SÜDKURIER-Westen versorgt. Erstmals beim Turnier dabei, schafften sie es auf Anhieb ins Finale.
Die „Wohnwagen“ haben am SÜDKURIER-Sportradar getestet, mit welcher Geschwindigkeit sie einen Ball ins Tor schießen können, und sich mit SÜDKURIER-Westen versorgt. Erstmals beim Turnier dabei, schafften sie es auf Anhieb ins Finale. | Bild: Gisela Keller, Sabine Wienrich

Ebenfalls sehr gut vertreten war die Narrenzunft der Guggenbichler aus Ittendorf: Mit dem Agria-Team, den Guggi-Mädels und den Guggis. „Wir sind ja die Patenzunft der Katzen, da müssen wir bei dem Turnier natürlich dabei sein“, erklärten die Ittendorfer. Der Buchhorn-Clan, zweiter Sieger im Vorjahr, war ebenfalls wieder dabei. „Die Kippenhausener kommen ja auch immer zu unseren Highlandgames in Spaltenstein“, erklärten sie. Als „Fünf Bier und drei Piccolos“ trat ein gemischtes Team der Narrenzunft Kluftern an. Immenstaad war mit drei Mannschaften ebenfalls stark vertreten: den „Sektperlen“ aus der Gruppe der Bohnenbrätscher der Hennenschlitter, den „Attraktiven Herren“ vom Turn- und Sportverein, die sich vorgenommen hatten „aufs Stockerl zu kommen“, und natürlich mit den Titelverteidigern. „Den Titel zu verteidigen, ist schwieriger, als ihn zu gewinnen“, hieß es bei den Arlos vor dem ersten Spiel. „Aber wir sind hoch motiviert und nehmen die Herausforderung an.“

Der „Buchhorn Clan“ wurde für die originellste Spielkleidung ausgezeichnet. Wenn es einen Fairplay-Preis gegeben hätte, wäre dieser ebenfalls an die „Schotten“ gegangen, sagte Pascal Bochenek.
Der „Buchhorn Clan“ wurde für die originellste Spielkleidung ausgezeichnet. Wenn es einen Fairplay-Preis gegeben hätte, wäre dieser ebenfalls an die „Schotten“ gegangen, sagte Pascal Bochenek. | Bild: Gisela Keller

Dem ließen die wieder im Dress jamaikanischer Bobfahrer antretenden Vorjahressieger Taten folgen: In der Vorrunde siegten die Arlos in jedem Spiel. Nur die Moorhühner aus der Katzenzunft konnten nahezu mithalten: Ungeschlagen, aber mit zwei unentschiedenen Partien. Auch die Wohnwagen und die „Attraktiven Herren“ zogen in die Finalrunde ein. Das Ticket fürs Endspiel lösten Arlos und Wohnwagen. Das Spiel um Platz drei entschieden die „Attraktiven Herren“ für sich, bevor es im Finale noch einmal richtig spannend wurde. Als die reguläre Spielzeit vorbei war, standen sich die zwei „Könige“ punktgleich mit je noch einem „Leben“ gegenüber. In der Verlängerung landeten die Arlos schließlich den ersten Treffer und durften den prächtigen Wanderpokal wieder mitnehmen.

Die „Zerquetschten Zwetschgen“ (Mitte) siegten beim Kinderturnier, die „Schali Kids“ (links) freuten sich über den zweiten und die „Kippi Kids“ über den dritten Platz.
Die „Zerquetschten Zwetschgen“ (Mitte) siegten beim Kinderturnier, die „Schali Kids“ (links) freuten sich über den zweiten und die „Kippi Kids“ über den dritten Platz. | Bild: Gisela Keller

Die Wahrscheinlichkeit ist gestiegen, dass das Jedermannsturnier zum festen Bestandteil des Jahreskalenders wird. Aber endgültig muss das noch in der Zunft besprochen werden, sagte Pascal Bochenek.