Jetzt ist es amtlich: Immenstaad hat eines der schönsten Strandbäder Deutschlands. Das Aquastaad biete eine einmalige Kombination aus Hallenbad und überwachtem Baden im Bodensee – zu diesem Schluss kommt ein Gutachten von Carsten Sonnenberg, Professor für Wirtschaftsrecht an der Hochschule Anhalt.

Verwaltung wollte Umwandlung in Badestelle prüfen

Die Verwaltung hatte das Gutachten in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob und wie aus dem Naturbad eine Badestelle werden könnte. Hintergrund sind die hohen Kosten des Bads. „Professor Sonnenberg beschreibt das Aquastaad als eines der schönsten Bäder in ganz Deutschland„, sagte Franziska Buckreus von der Tourist Information, die das Gutachten im Gemeinderat vorstellte.

Was eine Badestelle von einem Naturbad unterscheidet

Eine Badestelle ist definiert als eine frei zugängliche Wasserfläche ohne Infrastruktur, für deren Nutzung kein Eintritt anfällt. Der Besitzer hat die Verkehrssicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten. Ein Naturbad ist eine begrenzte Anlage mit Wasser- und Landfläche, bei der das Baden überwacht wird. Kinderplanschbecken, Badeinseln und Eintrittspreise sind erlaubt, außerhalb der Öffnungszeiten ist das Gelände zu verschließen.

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Gutachten regt Überlegungen zur Attraktivierung an

Trotz Mehrkosten vor allem durch Personal empfiehlt Sonnenberg, den kombinierten Hallen- und Naturbadbetrieb beizubehalten. Die Verschlechterung des Services an einer Badestelle habe negative ökonomische Auswirkungen, zudem sei das Pendeln zwischen Hallenbad und Außenbereich dann nicht möglich. Stattdessen regt das Gutachten weitere Überlegungen zur Attraktivierung an. Die Verwaltung teile diese Einschätzung, sagte Buckreus: „Diese wichtige und attraktive Einrichtung möchten wir gern behalten.“

Räte haben viele Ideen, wie das gelingen könnte

Der Rat schloss sich dem mehrheitlich an. „Das Aquastaad ist uns lieb und teuer“, sagte Martin Frank (CDU). Zur Attraktivitätssteigerung schlug Daniel Heberle (FDP) einen neuen Saunabereich vor, Markus Böhlen von den Grünen forderte eine Überprüfung des Sprungverbots von den Badeinseln und sein Fraktionskollege Sven Volk sprach sich dafür aus, die jährliche Überholung in den Sommer zu verlegen.