Zum Jahresende geht die Amtszeit der 2014 gewählten ehrenamtlichen Immenstaader Schöffen zu Ende. Drei Schöffen aus Immenstaad sollen am Amtsgericht Tettnang oder am Landgericht Ravensburg bis 2023 als Laienrichter an Gerichtsprozessen in Strafsachen teilnehmen. Eine Vorschlagsliste mit mindestens sechs Kandidaten muss Immenstaad für die Wahl durch einen Ausschuss vorlegen. Durch einen Aufruf im Amtsblatt sind acht Bewerbungen eingegangen.

Beworben haben sich Kai Eichler, Georg Schnepper, Gabriele Vogt, Doris Pohl, Katja Ries, Cornelia Brockner, Katharina Gull und Heinolf Kielkopf. In der vergangenen Sitzung hatten Gemeinderäte den Wunsch geäußert, dass sich die Kandidaten persönlich in einer Gemeinderatsitzung vorstellen, da ihnen einige davon nicht persönlich bekannt seien. Sieben Bewerber – der achte war urlaubsbedingt entschuldigt – kamen der Einladung nach und berichteten auch von ihrer Motivation für dieses Amt.

Soziales und gesellschaftliches Engagement sei ihnen wichtig, sagten fast alle. Mehrere betonten die Wichtigkeit des Rechtsstaates, den sie in diesem Amt stärken möchten. Margot Rauber (CDU) bedankte sich: "Jetzt kenne ich ein Gesicht zu jedem Namen. Ich fand es gut, dass Sie sich uns vorgestellt haben." Nachdem Hauptamtsleiter Michael Haase darauf hinwies, dass die Vorschlagsliste auch mit allen Kandidaten eingereicht werden kann, beschloss dies der Gemeinderat einstimmig.