Corona hat unsere Pläne ganz schön durcheinander gewirbelt. Heute ist euer großer Tag endlich da“, sagte Pfarrer Matthias Schneider. Mit 18 Erstkommunionkindern, ihren Eltern, Paten und Verwandten feierte er in zwei Gottesdiensten die Heilige Messe. Jede Familie hatte reservierte Sitzbänke und gelbe Smileys zeigten an, wo man mit Abstand am besten sitzen konnte. Handdesinfektionsmittel am Eingang, Mund-Nasen-Schutz bis zum Sitzplatz und kein eigener Gesang – ein Gottesdienst ist aktuell zwar anders, aber für die Familien und vor allem für die Kinder war er trotzdem sehr gelungen.

In Corona-Zeiten ist zwar alles ein wenig anders, aber das Wesentliche bleibt: Pfarrer Matthias Schneider lud die Erstkommunionkinder an den Tisch des Herrn.
In Corona-Zeiten ist zwar alles ein wenig anders, aber das Wesentliche bleibt: Pfarrer Matthias Schneider lud die Erstkommunionkinder an den Tisch des Herrn. | Bild: Claudia Wörner

Unter dem Motto „Komm, bau ein Haus! Lasst uns lebendige Steine sein!“ hat die Vorbereitung auf die Erstkommunion vor fast einem Jahr begonnen. „Wie bei einer Baustelle erlebten wir Tag für Tag und Woche für Woche einen Fortschritt“, erinnerte Pfarrer Schneider. Inzwischen sei das Haus gewachsen und werde immer lebendiger. Die Kinder hätten in dieser Zeit gesungen, sich in der dunklen Adventszeit am Licht der Kerze gefreut, gemeinsam gespielt, alleine und zusammen gebetet, viel erzählt und sich gegenseitig zugehört.

Ihre Erstkommunion empfingen in der zweiten Gruppe Daniel Handloser, Annabell Kalker, Marian Alber, Pauline Schmider, Ole Rosczyk, Philipp Möhrle, Mia Langenstein, Dorina Kallai, Lena Kaleta, Jakob Betzold.
Ihre Erstkommunion empfingen in der zweiten Gruppe Daniel Handloser, Annabell Kalker, Marian Alber, Pauline Schmider, Ole Rosczyk, Philipp Möhrle, Mia Langenstein, Dorina Kallai, Lena Kaleta, Jakob Betzold. | Bild: Katholische Pfarrgemeinde St. Jodokus

Ein Vater hatte ein großes Kirchenbild aus Holz gestaltet, das die Kinder im Gottesdienst durch weitere „Steine“ ergänzten. „Wir müssen immer wieder daran arbeiten, das Haus gut zu erhalten“, gab der Pfarrer den Erstkommunionkindern mit auf den Weg. „Jeder braucht ein Haus, nicht nur eines aus Stein, sondern aus Liebe und Freundschaft.“

Gelungene musikalische Umrahmung: Die Church Band ließ fast vergessen, dass man beim Gottesdienst in der Kirche St. Jodokus nicht selbst singen durfte.
Gelungene musikalische Umrahmung: Die Church Band ließ fast vergessen, dass man beim Gottesdienst in der Kirche St. Jodokus nicht selbst singen durfte. | Bild: Claudia Wörner

Beim Ein- und Auszug der Kinder aus der Kirche spielte eine Abordnung des Musikvereins Immenstaad. In der Kirche musizierte die Church Band aus Hagnau. „Sie ließen vergessen, dass wir nicht selbst singen durften“, dankte Pfarrer Schneider.

Ein halbes Jahr später als geplant: In zwei Gruppen feierten die Immenstaader Kinder am Sonntag ihre Erstkommunion.
Ein halbes Jahr später als geplant: In zwei Gruppen feierten die Immenstaader Kinder am Sonntag ihre Erstkommunion. | Bild: Claudia Wörner
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