So manche bange Blicke gab es zum Himmel. Würde das 16. Lindenfest ins Wasser fallen? Die dreijährige Durststrecke wurde aber nicht verlängert. Die Temperaturen waren zwar etwas kühl, aber das war ganz offensichtlich keine Abschreckung für die Besucher. Selbst Bürgermeister Frank Amann war nahezu platt. „Mit so vielen Leuten zum Fassanstich hätte ich nie gerechnet.“ Und bis der Männergesangverein unter Leitung von Gudrun Klapdor das Fest offiziell eröffnete, wurden es immer mehr.

Keine Festeröffnung ohne Blasmusik

Mit routinierten Schlägen rückte der Bürgermeister dann dem Bierfass zu Leibe und zapfte die ersten Freibiere für die Vertreter der Vereine, die auf der Bühne Reklame für ihre Speisen-, Getränke- und Spielangebote machen durften. Nicht fehlen durfte das „Lied von der Linde“, das ein echter Heiligenberger natürlich auswendig kann. Und was wäre eine Lindenfesteröffnung ohne Blasmusik? Für die sorgte in gewohnt fetziger Weise Christian Bollin mit seinen Musikanten aus Wintersulgen. Für Unterhaltungs- und Tanzmusik sorgte dann „First Class“. Dass dem Publikum die Ohren nicht vollgedröhnt wurden, das kam beim Publikum als angenehm an.

Unter der uralten Gerichtslinde und auf dem Postplatz ließ es sich am Wochenende gut feiern. Schon am Samstag kamen mehr Besucher als ...
Unter der uralten Gerichtslinde und auf dem Postplatz ließ es sich am Wochenende gut feiern. Schon am Samstag kamen mehr Besucher als erwartet. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Lange Schlangen bildeten sich an den Lauben, wo allerlei Ess- und Trinkbares verkauft wurde. Beim Lindenfest wird die Bewirtung von den Vereinen aus Heiligenberg, Wintersulgen und Hattenweiler gestemmt. Für den Bürgermeister Amann ist dieser Zusammenhalt „ein Wert, der eine Kommune ausmacht“. Für die Akteure ist es vor allem jede Menge Arbeit, die aber gerne auf sich genommen wird. Auch das Spielangebot für kleine und große Besucher kam dieses Jahr wieder gut an. Beim Abendflohmarkt blieben leider einige reservierte Plätze leer. Da hatten potenzielle Händler wohl dem Wetter nicht getraut.

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Auch am Festsonntag gab es nichts zu meckern. Das große Speisenangebot und die leckeren Kuchen wurden mit großem Vergnügen verzehrt. Die Musikanten aus Wintersulgen und die Flotten Grenzler ließen die Herzen der Blasmusikfans höherschlagen und viele kleine Händler macht beim Kinderflohmarkt ein gutes Geschäft.