Die Konfliktlinie verläuft in der Corona-Krise zwischen denen, denen Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen nicht streng genug sein können – damit die Ausbreitung des heimtückischen Virus verlangsamt wird und Menschen nicht sterben. Aber auch die Kritiker der Corona-Politik haben gute Argumente auf ihrer Seite, weil beispielsweise die Schließung von Schulen die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland weiter verschärft.

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Das Virus polarisiert und stellt die Verantwortlichen des Heiligenberger Vereins um den Vorsitzenden Claudius Graf vor einen schwierigen Abwägungsprozess. Dabei gilt‘s zu berücksichtigen, dass der Trainer mit Jugendlichen arbeitet, die ihm von den Eltern anvertraut worden sind, es sind seine Schutzbefohlenen. Ein Jugendtrainer ist immer auch Vorbild für seine Schützlinge, seine Meinung prägt und beeinflusst. Gleichzeitig stehen Betreuer und Übungsleiter auch bei Fußballvereinen nicht Schlange.

Es steht außer Frage: Jeder hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung, auch ein Jugendtrainer. Doch die Vereinsspitze muss letztendlich die Frage beantworten, ob es angebracht ist, im Ehrenamt eine private politische Meinung zu äußern.

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