Schock für eine Familie aus Heiligenberg: Ein Feuer hat sich am frühen Dienstagmorgen gegen 2 Uhr in ihrem Haus in dem kleinen Ort Katzensteig ausgebreitet, der zu Heiligenberg gehört. Trotz Feuerwehreinsatz brannte das Haus der Familie komplett nieder. Wie die Polizei mitteilt, wurden die Bewohner des Einfamilienhauses nachts von den eingebauten Rauchmeldern geweckt und stellten einen Brand im Erdgeschoss fest.

Vom Dachstuhl ist am Morgen fast nichts mehr übrig.
Vom Dachstuhl ist am Morgen fast nichts mehr übrig. | Bild: Martin Scheerer/Feuerwehr

Bewohner können Haus unverletzt verlassen

Die Familienmitglieder, zwischen sieben und 79 Jahren alt, konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Zur Brandbekämpfung und Rettung waren etwa 120 Einsatzkräfte mit mehr als 20 Fahrzeugen vor Ort. Darunter waren Helfer der Feuerwehren Heiligenberg, Salem, Pfullendorf, Überlingen und Markdorf sowie des THW und des DRK. Sie mussten sich in der schmalen Zufahrt in Stellung bringen. „Es schlugen Flammen aus Dach und Fenster, sodass kein Innenangriff mehr möglich war“, teilt Martin Scheerer, Pressesprecher beim Kreisfeuerwehrverband, mit. „Mit zahlreichen Strahlrohren wurde das Feuer von außen bekämpft.“

Ihm zufolge war der Brand gegen 3.30 Uhr unter Kontrolle und „erste Kräfte konnten das Gebäude zu weiteren Löscharbeiten betreten“. Die Dachhaut musste von außen weiträumig geöffnet werden, um alle Glutnester löschen zu können.

Die Einsatzkräfte haben es mit einer engen Zufahrt zu tun.
Die Einsatzkräfte haben es mit einer engen Zufahrt zu tun. | Bild: Martin Scheerer/Feuerwehr

Aufgrund der etwas schwach dimensionierten Wasserversorgung sei in Vorbereitung eine Schlauchleitung von Heiligenholz her verlegt worden, „die aber schlussendlich nicht benötigt wurde“, schreibt Scheerer weiter. Die Tanklöschfahrzeuge aus Salem und Überlingen standen bereit, mussten aber nicht eingesetzt werden. Der Einsatz dauerte am Ende bis in die späteren Morgenstunden.

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Neben den beiden stellvertretenden Kreisbrandmeistern Peter Schörkhuber und Dagobert Heß war auch Bürgermeister Frank Amann vor Ort und unterstützte die betroffene Familie – unter anderem bei der Unterbringung. Denn das Haus der Familie ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar.

Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.
Das Haus ist vorerst nicht bewohnbar. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Polizei schätzt Schaden auf etwa 300.000 Euro

Nach Angaben der Polizei beläuft sich der geschätzte Schaden auf etwa 300.000 Euro. Zur Brandursache könne die Polizei aktuell noch keine Aussage treffen. Martin Scheerer berichtet, dass die Feuerwehr erfolgreich ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude, Anbauten und den Wald habe verhindern können. „Ein Feuerwehrmann wurde nach seinem Einsatz wegen Auffälligkeiten bei seinen Vitalparametern vorsorglich zur Kontrolle in ein Krankenhaus transportiert“, so der Pressesprecher weiter.

Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar.
Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. | Bild: Martin Scheerer/Feuerwehr
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