Bereits im November 2018 hat der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Ortsetter„ gefasst. Ziel war die Ausweisung für Flächen am Ortsrand in Richtung Pfullendorf für Wohnbebauung mit drei Mehrfamilienhäusern und die Ansiedlung eines Nahversorgers. Nach der Offenlage des Planentwurfs gingen von den Trägern öffentlicher Belange sechs und von Anwohnern vier Stellungnahmen ein. „Es ist etwas bedauerlich, dass wir Einwendungen aus der Nachbarschaft hatten“, machte Bürgermeister Frank Amann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates deutlich. Zusätzliche Untersuchungen und Gutachten seien die Folge gewesen und hätten für eine Verzögerung in der Umsetzung gesorgt. Amann gab sich aber zuversichtlich, dass man das Projekt bis Ende des Jahres zum Abschluss bringen könne: „Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen würden, noch dieses Jahr den Bebauungsplan fertig zu bekommen.“

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Lärmschutzwand in den Entwurf eingearbeitet

Die notwendig gewordenen Gutachten und Untersuchungen erläuterte Benedikt Müller vom Planungsbüro Planstatt Senner. Das Landratsamts Bodenseekreis hatte eine schalltechnische Untersuchung nachgefordert, die mittlerweile durchgeführt wurde. Als Folge davon wurde eine Lärmschutzwand in den Planentwurf eingearbeitet. Den Wunsch eines Anwohners, die Ansiedlung eines Nahversorgers im Bebauungsplan festzuschreiben, hat der Gemeinderat nicht entsprochen. Im Gremium war man sich einig, dass man eine solche Ansiedlung unbedingt möchte, aber sollte es, aus welchen Gründen auch immer, nicht dazu kommen, will man sich auch andere Optionen offenhalten. Da es sich beim Standort um ein Mischgebiet handelt, würde es da Handlungsspielraum geben. Absolute Priorität hat aber der Nahversorger, da dieser zur Sicherung und Erweiterung des Angebotes in der Gesamtgemeinde diene.

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Fassadengestaltung im Baugenehmigungsverfahren

Ein weiteres Gutachten hat ergeben, dass es die von Anwohnern befürchtete Verschattung durch die Neubauten nicht geben wird. Ein Anwohner hatte einen Farbleitplan für die Fassadengestaltung der Neubauten angeregt und sich darauf bezogen, dass es einen solchen im Ortskern auch gebe. Dem widersprach Bürgermeister Amann: „Wir haben keinen Farbleitplan. Fassaden und Farbgestaltung werden wir im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens festlegen.“

Planentwurf ist vom 8. bis 24. Juni einsehbar

Der neue Planentwurf und alle Stellungnahmen und Gutachten können vom 8. Juni bis einschließlich 24. Juni im Bürgermeisteramt zu den üblichen Öffnungszeiten und auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden. Erneute Einwendungen sind möglich.

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