Wie gut, dass in Heiligenberg übers Jahr so viel passiert. Damit gibt es für die "Bunten Abende" des Narrenvereins Wolkenschieber immer genug Themen, die sich bestens aufs Korn nehmen lassen. So standen auch in diesem Jahr kritische Rückblicke im Fokus der Beiträge der verschiedenen Gruppen, etwa "Rosa, Röslein und Korbinian" (Erwin Herzner, Martin Huber und Roman Sturn).

"Ab Mitternacht ist in Heiligenberg alles stockduster, bis auf den historischen Postplatz", tadelte Korbinian (Roman Sturn, Mitte) und empfahl den Gebrauch von Stirnlampen. Dem pflichteten Rosa (Erwin Herzner, links) und Röslein (Martin Huber) bei.
"Ab Mitternacht ist in Heiligenberg alles stockduster, bis auf den historischen Postplatz", tadelte Korbinian (Roman Sturn, Mitte) und empfahl den Gebrauch von Stirnlampen. Dem pflichteten Rosa (Erwin Herzner, links) und Röslein (Martin Huber) bei. | Bild: Bernhard Conrads

Die begrüßten beispielsweise zwar die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, tadelten aber, dass es nun ab Mitternacht stockdunkel in Heiligenberg sei und man auf Stirnleuchten zurückgreifen müsse, um unversehrt nach Hause kommen zu können.

Ampel am Highway Hattenweiler

Auf die Schippe genommen wurden der "Highway Hattenweiler" mit Ampelanlage, die Jumelage der beiden Orte Heiligenberg im Elsass und Baden und die kommenden Gemeinderatswahlen. "Auf dem Hotel-Post-Areal tut sich was, aber auch in diesem Jahr weiß niemand etwas genaues", tadelte Korbinian (Roman Sturn).

Nicht wegzudenken sind die Nummer von Markus Kast (links) und Roman Sturn.
Nicht wegzudenken sind die Nummer von Markus Kast (links) und Roman Sturn. | Bild: Bernhard Conrads

Neues aus dem Nahversorger

In dem Sketch "Des werde mir schon richte" eröffneten Markus Kast, Siegfried Blum, Bärbel Förster, Günter, Andrea und Vera Gebauer ein (fiktives) Reparatur-Café in Heiligenberg, in dem neben Restbeständen von Landjägern und Reparaturen defekter Geräte vor allem jede Menge Dorftratsch geboten wurde. Unter dem Titel "Was wird es nun" thematisierten Lorena, Tamara und Markus Kast sowie Markus Leppert, Gerhard Sing und Matthias Probst in einer Art Ausblick, gespickt mit allerlei Peinlichkeiten, einen neuen Heiligenberger Nahversorger.

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Personalschwund bei Turnakrobaten

Die Gruppe der Turnakrobaten litt diesmal etwas unter Personalschwund, konnte aber dennoch halsbrecherische Turnnummern präsentieren. Diesmal als "Zwei Engelein" boten Nina Veeser und Gabi Stürzenhofecker beflügelte himmlische Blicke aus luftiger Wolkenperspektive.

Eine tolle Choreografie zeigte die Tanzgruppe in "Unter dem Meer": Vera Gebauer, Tanja und Tina Müller, Esther Förster, Tamara Kast und Theresa Buhl.
Eine tolle Choreografie zeigte die Tanzgruppe in "Unter dem Meer": Vera Gebauer, Tanja und Tina Müller, Esther Förster, Tamara Kast und Theresa Buhl. | Bild: Bernhard Conrads

Ausgesprochen fantasievoll waren verschiedene Tanznummer, wie "Unter dem Meer" mit Quallen und einer Choreografie von rothaarigen, grünen Meerjungfrauen.

Geradezu mystisch begann die Tanzschau "Mamma Mia" zu einem Potpourri der unvergessenen Popgruppe Abba. Klasse war der "Drachenflug" der Tanzgruppe Dittrich mit selbstgeschneiderten Drachenkostümen sowie aufwendiger Maske. Bei der "Bullenparade" waren keine vier- sondern zweibeinige Bullen in einer zackigen Tanznummer zu sehen.

In grasgrüne Frösche hatten sich die Hupfdohlen verwandelt.
In grasgrüne Frösche hatten sich die Hupfdohlen verwandelt. | Bild: Bernhard Conrads

In diesem Jahr hatten sich die "Hupfdohlen" in der Tanznummer "Grüner wird’s nimmer" als grüne Tanzfrösche etwas Besonderes einfallen lassen.

Die Clownereien von Markus Kast und Siegfried Blum durften ebenso wenig fehlen wie "S kummt nommol ebbes", bei der die Landesgartenschau kurzerhand von Überlingen zur Sonnenhalde nach Heiligenberg-Steigen verlegt wurde.

Viel Applaus gab es von den Besuchern am Ende für die gut dreieinhalbstündige närrische Unterhaltung, eingerahmt vom Musikverein Wintersulgen.