Der Narrenverein Wolkenschieber beging sein 111-jähriges Bestehen mit mehrtägigen Feierlichkeiten. Eine Herausforderung war dabei die winterliche Witterung, die in Heiligenberg für Massen an Schnee sorgte. Tagelang arbeiteten Narren, Bürger und Bauhof daran, der Lage Herr zu werden, ehe es von Neuem schneite – und das Schippen und Schieben auf Straßen und Plätzen von vorne losging.

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"So was habe ich noch nie erlebt", sagt Markus Leppert, Präsident der Wolkenschieber, über den Arbeitswillen und die Hilfsbereitschaft der Vereinsmitglieder und Bürger während dieser Tage.

Zelt muss wegen Dachlawinengefahr versetzt werden

In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste etwa eines der Zelte versetzt werden, inklusive Strom- und Wasserversorgung. "Wir hatten Bedenken wegen eines Daches, dass eine Schneelawine herunterkommt", berichtet Leppert. Gegen 4.45 Uhr rückten die Vereinsmitglieder also erneut aus. Hilfe bei der Aktion bekamen sie von der Heiligenberger Feuerwehr. Und "am Sonntagmorgen mussten wir dann noch mal richtig zum Schneeschaufeln ran".

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Ebensogroß war die Freude über die "Zuschauer, die auch bei schlechtem Wetter zu uns gekommen sind". Friedlich feierten sie mit den Wolkenschiebern. Konkrete Besucherzahlen wird der Präsident nicht nennen können. Lediglich die Ergebnisse aus dem Pin-Verkauf werden einen Anhaltspunkt liefern, wie viele Menschen in Heiligenberg waren. Trotz der Wetterlage konnte das Festprogramm so stattfinden, wie vorab festgelegt.

Busse kommen wegen Schneemassen nicht in den Ort

Geändert werden musste nur der zeitliche Ablauf des Umzuges am Sonntag. Die Busse mit den teilnehmenden Zünften kamen aufgrund der Schneemassen die Röhrenbacher Straße nicht hoch, um auf den vorgesehen Rundkurs zu fahren. "Da mussten wir improvisieren", sagt Leppert. Die Narren stiegen an anderer Stelle aus, liefen in den Ort und der Umzug begann mit etwas Verspätung. Weniger Schwierigkeiten hatten die Autofahrer bei der Suche nach einem Parkplatz. "Es muss funktioniert haben. Ich habe nichts anderes gehört", so der Präsident. Montagmorgen hat der Abbau begonnen. Leppert nimmt an, dass es die "ganze Woche dauert, bis alles versorgt und wieder an seinem Platz ist".