Ein Konzert des sechsköpfigen Blockflötenensembles „Musica chiara“ ist in der Wallfahrtskirche Betenbrunn zu hören gewesen. Helgard Braun, Hanna Kaiser, Sibylle Kastner, Saskia Laubenberger, Gertraude Walser und Gabriele Wittnebel sind, was Spiel- und Anblastechnik sowie Virtuosität betrifft, Meister auf der gesamten Palette unterschiedlicher Blockflöten von Pic­co­lo­flö­te bis zur Subbassflöte.

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Das mit Bedacht und Sinn für Programmdramatik ausgesuchte Programm changierte zwischen wunderschöner Polyphonie aus der Ära der Renaissance bis zu effektgeladener zeitgenössischer Musik. In vielen der gespielten Werke war zudem eine charmante Portion des musikalischen Humors nicht zu überhören. Enthalten war beispielsweise mit „Zwei Chansons“ von Josquin Desprez ein Gang über den Käsemarkt der Stadt Gouda, einschließlich heftigen Keifens zweier Marktfrauen.

Für ein Schmunzeln sorgte das zeitgenössische Stück von Pieter Campo „Isabella, de zatte Kameel“ (Isabella, das betrunkene Kamel); durch die Technik des Überblasens der Flöte und mittels Perkussionseffekte brachten die Künstlerinnen das Kamel, das wohl zu viel Dattelwein genossen hatte, in beträchtliches Wanken.

Geklapper der Windmühlen

Mit dem Stück „Aan de Amsterdamse Grachten“ ließ das Ensemble die typischen Drehorgeln dieser Stadt ertönen. Lautmalerisch gab Nieuwkerks Stück „Kadanza“ das Geklapper der Windmühlen wider. Anschließend war ein Arrangement von Paul Desmonds populärem „Take five“ in ungewöhnlicher Instrumentierung zu hören. Nach herzlichem Applaus verabschiedete sich das Ensemble.