Es war alles bestens vorbereitet. Die Getränke standen bereit, im Partyzelt vibrierten die Lautsprecherboxen, der ehemalige Pferdestall war zur Disko für die Gäste über dreißig Jahre umfunktioniert, und der Profipyrotechniker Stefan Burgenmeister von B. Light Veranstaltungen aus Altheim hatte bereits zum achten Mal seiner Kreativität freien Lauf gelassen.

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Burgenmeister wollte mit einer Mischung aus visuellen und akustischen Effekten den Nachthimmel über dem Fürstenbergischen Schloss auf ganz besondere Art zum Jahreswechsel erscheinen lassen. Leider machte ihm der Nebel einen Strich durch die Rechnung. Vom mit viel Arbeitsaufwand geplanten Feuerwerk war kaum etwas zu sehen. Die Gäste nahmen es gelassen.

Eva Held, Heiligenberg: „Erstmal wünsche ich mir Gesundheit, Frieden und Glück für alle Menschen und natürlich auch für mich selbst. Und dann wäre es natürlich sehr schön, wenn die Menschen im neuen Jahr deutlich netter zueinander wären. Es müsste sozialer zugehen, nicht alle gegeneinander, sondern ein Umgang, bei dem man mehr das Miteinander spürt. Wir sind ja alle nur Menschen und sollten auch so miteinander umgehen. Manchmal hat man das Gefühl, dass jeder nur an sich selbst denkt, das ist sehr schade."
Eva Held, Heiligenberg: „Erstmal wünsche ich mir Gesundheit, Frieden und Glück für alle Menschen und natürlich auch für mich selbst. Und dann wäre es natürlich sehr schön, wenn die Menschen im neuen Jahr deutlich netter zueinander wären. Es müsste sozialer zugehen, nicht alle gegeneinander, sondern ein Umgang, bei dem man mehr das Miteinander spürt. Wir sind ja alle nur Menschen und sollten auch so miteinander umgehen. Manchmal hat man das Gefühl, dass jeder nur an sich selbst denkt, das ist sehr schade." | Bild: Fahlbusch, Karlheinz (Extern)

Schon wer aus Richtung Pfullendorf nach Heiligenberg gekommen war, hatte schlimme Vorahnungen mitgebracht. Denn schon im Linzgau hatte sich eine „dicke Suppe“ über die Straßen gelegt.

Gerhard Sing, Heiligenberg: "Ich glaube, dass die meisten Menschen sich Gesundheit und Frieden für das neue Jahr wünschen. Da bin ich keine Ausnahme. Ich finde aber auch das Miteinander in Heiligenberg so schön und wünsche mir, dass das auch im neuen Jahr so sein wird. Und als Kassierer beim Narrenverein Wolkenschieber hoffe ich auf ganze viele Gäste bei unserem Jubiläumswochenende am 12. und 13. Januar. Da wird unser Verein nämlich 111 Jahre alt und das gibt es wirklich nur im Jahr 2019. Da bin ich mir ganz sicher."
Gerhard Sing, Heiligenberg: "Ich glaube, dass die meisten Menschen sich Gesundheit und Frieden für das neue Jahr wünschen. Da bin ich keine Ausnahme. Ich finde aber auch das Miteinander in Heiligenberg so schön und wünsche mir, dass das auch im neuen Jahr so sein wird. Und als Kassierer beim Narrenverein Wolkenschieber hoffe ich auf ganze viele Gäste bei unserem Jubiläumswochenende am 12. und 13. Januar. Da wird unser Verein nämlich 111 Jahre alt und das gibt es wirklich nur im Jahr 2019. Da bin ich mir ganz sicher." | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Im Schlosshof angekommen, machte der Blick in Richtung See deutlich, dass es wohl mit dem elfminütigen Feuerwerk etwas Probleme geben würde. 250 Einzelzündungen mit rund 2000 Schuss sollten die letzte Nacht im alten Jahr festlich illuminieren. Dass daraus nun nichts wurde, das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Immerhin lagen die Temperaturen deutlich über Null Grad, und so ließ es sich auch im Freien gut aushalten. Zudem erzeugten die aufgestellten Feuerkörbe nicht nur eine romantische Stimmung, sondern auch Wärme.

Regina Moser, Ostrach: "Ich war jetzt einige Monate weit weg von der Heimat. Trotz der vielen netten Menschen, die ich kennengelernt habe, war es nicht immer einfach. Manchmal hat mich das Heimweh geplagt. Jetzt bin ich wieder da, aber ich fühle, dass ich noch nicht so richtig angekommen bin. Für das neue Jahr wünsche ich mehr sehr, dass sich das positiv ändert und ich mit festen Beinen stehen kann, wo meine Wurzeln sind. Vielleicht gibt es dann auch etwas mehr Familie. Denn Familie ist eine ganz wichtige Sache. Ganz bestimmt auch 2019."
Regina Moser, Ostrach: "Ich war jetzt einige Monate weit weg von der Heimat. Trotz der vielen netten Menschen, die ich kennengelernt habe, war es nicht immer einfach. Manchmal hat mich das Heimweh geplagt. Jetzt bin ich wieder da, aber ich fühle, dass ich noch nicht so richtig angekommen bin. Für das neue Jahr wünsche ich mehr sehr, dass sich das positiv ändert und ich mit festen Beinen stehen kann, wo meine Wurzeln sind. Vielleicht gibt es dann auch etwas mehr Familie. Denn Familie ist eine ganz wichtige Sache. Ganz bestimmt auch 2019." | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Die im Arbeitseinsatz tätigen Mitglieder des Narrenverein Wolkenschieber, die die Silvestersause veranstalteten, mussten sich so manche scherzhafte Bemerkung anhören. „Wir heißen Wolkenschieber und nicht Nebelschwadenschieber“, sagte Kassierer Gerhard Sing lachend, der besseres Wetter den Nebelschwaden vorgezogen hätte.

Juliane Freifrau von Werthern: „Neben Gesundheit und Frieden für alle Menschen auf der Welt wünsche mir für mich persönlich im neuen Jahr vor allem mehr Zeit. Mehr Zeit für die Familie und für die Kinder und auch mehr Zeit für mich selbst. Das bedeutet aber auch, weniger arbeiten zu müssen. Weniger Stress für 2019 ist etwas, was ich mir wirklich sehr wünsche. Man hetzt von Aufgabe zu Aufgabe und verliert dabei dann oft den Blick auf die wesentlichen Dinge, die das Leben auch ausmachen. Arbeit und Stress ist nicht alles.“
Juliane Freifrau von Werthern: „Neben Gesundheit und Frieden für alle Menschen auf der Welt wünsche mir für mich persönlich im neuen Jahr vor allem mehr Zeit. Mehr Zeit für die Familie und für die Kinder und auch mehr Zeit für mich selbst. Das bedeutet aber auch, weniger arbeiten zu müssen. Weniger Stress für 2019 ist etwas, was ich mir wirklich sehr wünsche. Man hetzt von Aufgabe zu Aufgabe und verliert dabei dann oft den Blick auf die wesentlichen Dinge, die das Leben auch ausmachen. Arbeit und Stress ist nicht alles.“ | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Das Feuerwerk abzusagen, das kam aber nicht in Frage. Und so ging es gegen 23.30 Uhr stilvoll mit klassischer Musik los. Die „Kleine Nachtmusik“ von Mozart oder der Strauss-Walzer „An der schönen blauen Donau“ passten wunderbar zur Umgebung und der Schlosshof erwies sich als ungewöhnlicher Veranstaltungsort mit besonderem Flair.

So richtig was los war auch im ehemaligen Pferdestall bei der "Ü-30-Party" mit tollen Oldies aus vergangenen Tagen und bestens aufgelegten Gästen. Zeitweise war kein Durchkommen möglich.
So richtig was los war auch im ehemaligen Pferdestall bei der "Ü-30-Party" mit tollen Oldies aus vergangenen Tagen und bestens aufgelegten Gästen. Zeitweise war kein Durchkommen möglich. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Nach Schätzung der Security waren es über 600 Menschen, die gekommen waren, um gemeinsam den Jahreswechsel zu feiern. Und das vollkommen friedlich. Da wurde sich zugeprostet, es gab zaghafte und auch kräftigere Küsschen und wenn man mit Besuchern sprach, so waren es vor allem Gesundheit und Frieden, was man sich für das neue Jahr wünschte. Und natürlich eine bessere Sicht auf das Feuerwerk beim nächsten Silvester.

Video: Karlheinz Fahlbusch

Zu jeder pyrotechnischen Sequenz gab es die passende Musik und wenn der Nebel nicht gewesen wäre, dann hätte sich Heiligenberg buchstäblich in den Linzgauhimmel gezaubert. Trotzdem: „Wir kommen nächstes Jahr wieder“, stellten viele Besucher fest, die aus der ganzen Region gekommen waren. Das Mitbringen von Feuerwerksartikeln und Getränken war übrigens verboten und wurde bei der Eingangskontrolle überprüft. Probleme gab es keine. Es war eine friedliche Feier. Man hatte alles im Griff in dieser Silvesternacht – bis auf den Nebel.