Den Verantwortlichen des MuK ging es eigentlich nur um die Befreiung bei Konzerten mit ausschließlicher Nutzung des Flügels oder für Konzerte mit Flügel und Gesang oder Instrumentalbegleitung. Das betreffe drei Termine im Jahr. Solche Veranstaltungen sprechen nicht die breite Masse des Publikums an und sind deshalb auch nicht sehr gut besucht. Da schlägt eine Saalmiete von mehreren Hundert Euro schon zu Buche.

Gemeinderat Heinrich Stengele (Bürgerliste) machte deutlich, dass jeder Verein einmal im Jahr den Veranstaltungssaal im Sennhof mietfrei nutzen könne. Man müsse alle Vereine gleich behandeln. Der MuK müsse versuchen, die Eintrittsgelder der Kosten anzupassen. Peter Apfelstädt (Bürgerliste) sprach sich dafür aus, Musik und Kultur die Saalmiete für alle Veranstaltungen zu erlassen. "Wenn man Kultur fördern will, dann muss man das auch unterstützen." Manfred Hornstein (CDU) war es ein Anliegen, dass der Flügel auch genutzt wird. Man müsse die Kultur fördern und zudem dürfe man den MuK nicht mit anderen Vereinen vergleichen. Er schlug vor, entweder mehr Unterstützung zu gewähren oder die Saalmiete für drei Konzerte pro Jahr zu erlassen.

"Das geht gar nicht", konterte Lorenz Duelli (CDU). Die Gemeinde habe noch mehr Vereine im Bereich Kultur. Der genannte Flügel war 2012 mit Geldern der Stiftung der Sparkasse Salem-Heiligenberg und einiger Privatpersonen von der Gemeinde gekauft worden. Bürgermeister Amann: "Da muss es uns natürlich ein Anliegen sein, dass das gute Stück auch bespielt wird." Solche Konzerte seien zweifellos eine Bereicherung für Musikliebhaber. Das Gremium fällte einen knappen Mehrheitsbeschluss mit sieben Ja- und sechs Neinstimmen: Der Verein für Musik und Kultur wird für drei Konzerte von der Gebühr befreit und darf den Sennhof wie jeder Verein einmal im Jahr gratis nutzen.