Der Geh- und Radweg Heiligenberg-Betenbrunn, der unter anderem an der Kreisstraße K 7755 entlang führt, ist offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Bereits im Jahr 2001 begonnen, war der dritte und letzte Bauabschnitt im Jahr 2017 beendet worden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 420 795 Euro, wovon die Gemeinde Zuschüsse und Zuwendungen von 223 402 Euro erhalten hat. Bürgermeister Frank Amann und Landrat Lothar Wölfle schnitten mit Vertretern des Gemeinderates und des beteiligten Büros das symbolische Band durch, bevor sie sich auf Fahrräder schwangen, um den Weg zu testen.

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Amann sagte, vor jedem Bau eines Radweges entlang einer Straße sei es eine Grundvoraussetzung, ob die jeweiligen Eigentümer ihre Grundstücke zur Verfügung stellten: „Das ist der Schlüssel zu allem." Sein Dank galt daher dem Haus Fürstenberg, dem die Grundstücke komplett gehörten. Sein Dank galt auch dem Kreis für die finanzielle Unterstützung. Das sei anfangs nicht ganz so selbstverständlich gewesen, da die Radwegerichtlinien in Bezug auf Frequenzen und Intensitäten im Jahr 2001 noch anders ausgesehen hätten als heute. Amann: „Bei uns ist es tatsächlich so, dass die Straße im Sommer und am Wochenende stark frequentiert ist, unter der Woche teilweise aber nur wenig."

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Der Rathauschef machte darauf aufmerksam, dass man zwischenzeitlich auf eigene Kosten den Waldparkplatz geteert habe, der vor allem den 2015 in Betrieb genommenen zweiten Friedwald diene. Man habe zwar im Gemeinderat intensiv diskutiert, aber es habe sich gelohnt. „Die 40 000 Euro waren gut angelegt.“ Die Finanzen weiter ansprechend, erläuterte Amann, neben den Zuschüssen des Kreises habe man auch Zuwendungen aus dem Ausgleichsstock von knapp 60 000 Euro erhalten: „Wir sind in der Finanzierung ganz gut weggekommen.“ Dass man den Weg erst eineinhalb Jahre nach Fertigstellung einweihe, spiele für ihn keine Rolle. Amann: "Wichtig ist, dass man auch die Signale setzt: Im Landkreis wird etwas gebaut.“

Radwegerichtlinien ergänzt

Wölfle berichtete, dass der Radweg in Bezug auf die Verkehrskonzeption des Landkreises "tatsächlich" nicht vorne gelegen habe. „Wir schauen natürlich, dass wir Prioritäten setzen“, sagte er mit Bezug auf Radfahraufkommen, Schüler- und Arbeitnehmerverkehr. In den Gemeinden würden die Prioritäten aber anders gesehen, „als es logischerweise der Landkreis sehen muss“. „Dieser Radweg ist ein gutes Beispiel dafür", meinte Wölfle. Deswegen habe man sich im Kreistag verständigt, die Radwegerichtlinien zu ergänzen und nicht nur das abzuarbeiten, was in der Priorisierung der Radwegverkehrskonzeption des Kreises stehe. Wenn entsprechende Anliegen der Gemeinde vorhanden seien, sei man bereit, Maßnahmen mit 50 Prozent der zuschussfähigen Kosten zu unterstützen. „Insofern ist dieser Radweg auch politisch von besonderer Bedeutung, weil er eben dazu geführt hat, dass die Radverkehrsrichtlinien geändert wurden“, sagte Wölfle.