In Hattenweiler im Bereich Heiligenholz muss die Wasserleitung saniert und erweitert werden. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ging es um die Vergaben für die Sanierung des Hochbehälters und den Bau einer Druckerhöhungs- und Fernwirkanlage. „Wir haben in den vergangenen Jahren nicht sehr viel in die Wasserversorgung investiert“, stellte Bürgermeister Frank Amann selbstkritisch fest. Nun wolle man das ändern und die Wasserversorgung zukunftssicher machen. Es werde finanziell in Bereiche gehen, mit denen man nicht gerechnet habe. Kein Wunder: Rund 190 0000 Euro wird die Gemeinde auf den Tisch legen müssen. 40 000 Euro sind im Haushalt für dieses Jahr eingeplant.

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Derzeit wird Hattenweiler über den Hochbehälter Heiligenholz versorgt. Dieser wiederum erhält sein Wasser aus einem Tiefbrunnen. „Das Problem ist, dass es keine Verbindung zu einer anderen Wasserversorgung gibt“, wie Michael Nothnagel vom Büro Reckmann deutlich machte. Im Klartext: Wenn es Probleme gibt, dann steht wieder Trinkwasser noch Löschwasser zur Verfügung. Eine Gesamtmaßnahme wird länger dauern und es muss auch die Möglichkeit von Zuschüssen geklärt werden. Vorgesehen ist jetzt, zunächst einmal die Situation in Heiligenholz zu verbessern.

190 000 Euro für die Maximallösung notwendig

Eigentlich hatte man nur die Trinkwasserversorgung ertüchtigen, den alten Druckbehälter abdichten und als Löschwasserreservoir für die Feuerwehr nutzen wollen. Doch das hatte sich als nicht machbar erwiesen. Nun will die Gemeinde in Heiligenholz ein neues Versorgungsnetz installieren und zusätzlich eine Druckerhöhungsanlage für den zu sanierenden Hochbehälter einbauen. Mittlerweile bewegt man sich finanziell in einem Bereich von 190 000 Euro für die Maximallösung.

Bürgermeister Amann will in einem Mehrjahresplan die Wasserversorgung in der ganzen Gemeinde ertüchtigen und denkt daran, irgendwann die Aufsicht an einen Dienstleister zu vergeben. Derzeit müssen die Hochbehälter jeden Tag von gemeindeeigenem Personal kontrolliert werden. „Auch an den Wochenenden“, wie Amann betonte.

Frühere Erweiterungen erweisen sich als Problem

Gemeinderat Heinrich Stengele (Bürgerliste) sprach sich für die Sanierung des Hochbehälters aus. Man könne sich das jetzt noch leisten. Wie auch Stengele äußerte sich Michael Moser (CDU) vehement dagegen, die Wasserversorgung aus den Händen zu geben. Hattenweilers Ortsreferent und Gemeinderat Hubert Nadler erinnerte daran, dass die Wasserversorgung immer kostengünstig erweitert wurde, was sich jetzt als Problem darstelle. Einstimmig wurden die notwendigen Arbeiten schließlich vom Gemeinderat vergeben. Die überplanmäßigen Beträge sollen über einen Nachtragshaushalt des Eigenbetriebs Wasserversorgung finanziert werden.