Vor fünf Jahren, bei der Einsetzung des neuen Gemeinderates, hat dieser gleich wichtige Beschlüsse fassen müssen. Damals ging es um das Gewerbegebiet Hattenweiler, um das Baugebiet Amalienhöhe und auch um die Frage, was mit dem Freibad geschehen soll. Diese „Großbaustellen“, wie Bürgermeister Frank Amann es formulierte, sind mittlerweile abgehakt.

Stellvertreter und Vertreter in Ausschüssen und Verbänden gewählt

Diesmal musste nur darüber abgestimmt werden, wer den Bürgermeister vertritt und wer in Ausschüssen und Verbänden tätig sein soll. Obwohl die Bürgerliste sieben von zwölf Räten stellt, kam aus ihrer Reihen der Vorschlag, dass CDU-Gemeinderat Michael Moser der erste Bürgermeisterstellvertreter sein soll, Stimmenkönigin Maria Morgen von der Bürgerliste die zweite Stellvertreterin.

Ortsreferenten aus den Reihen der Gemeinderäte

Da es in Heiligenberg schon lange keine Ortschaftsräte mehr gibt, waren auch die Ortsreferenten zu wählen. Diese müssen nicht unbedingt Mitglied im Gemeinderat, aber dann können sie nicht an nichtöffentlichen Sitzungen teilnehmen und haben auch nicht bei allen Tagesordnungspunkten Rede- und Stimmrecht. „In der Vergangenheit sind wir gut damit gefahren, dass die Ortsreferenten aus dem Gemeinderat gekommen sind“, machte Bürgermeister Frank Amann deutlich.

Hubert Stadler und Markus Müller gewählt

Hubert Stadler (CDU) aus Hattenweiler stellte sich wieder zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt. Sein Amtskollege aus Wintersulgen, Heinrich Stengele, hatte nicht mehr kandidiert. Das Gremium entschied sich daher für Gemeinderat Markus Müller von der Bürgerliste, ebenfalls einstimmig. Müller sprach als jüngstes Ratsmitglied auch die Verpflichtungsformel für alle Gremiumsmitglieder.

Der jüngste Gemeinderat Markus Müller (rechts) sprach für alle Gemeinderäte die Verpflichtungsformel, die Bürgermeister Frank Amann durch Handschlag einzeln bekräftigte.
Der jüngste Gemeinderat Markus Müller (rechts) sprach für alle Gemeinderäte die Verpflichtungsformel, die Bürgermeister Frank Amann durch Handschlag einzeln bekräftigte. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Die Hälfte der Räte ist neu, weshalb eine neue Sitzordnung besprochen wurde. In der Regel wird diese in den Fraktionen vorbesprochen. In Heiligenberg gibt es jedoch keine Fraktionen. Hier betont man die Gemeinsamkeit und das Miteinander. Dass die Bürgermeisterstellvertreter immer direkt auf den ersten zwei Plätzen im Anschluss an die Verwaltungsbank Platz nehmen, ist eine alte Regel. Die übrigen Gemeinderäte schließen sich an, beginnend links neben dem zweiten Stellvertreter, in der Reihenfolge der bei der Kommunalwahl erreichten Stimmenzahlen „überkreuz“.

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Hauptamtsleiter Gerhard Sing hatte bereits in der Annahme, dass die alte Regelung beibehalten wird, einen Sitzplan erstellt. Und so brauchte jeder nur auf das Blatt schauen und seinen Sitzplatz ansteuern. Die überaus zahlreich erschienenen Zuschauer mussten teilweise schmunzeln, aber nach kurzer Zeit saß jeder Rat da, wo er in den kommenden fünf Jahren sitzen wird.

Unter dem Punkt Verschiedenes gab es eine Kleinigkeit zu beschließen. Der Rat musste dem Verkauf des letzten Grundstücks im Baugebiet Amalienhöhe zustimmen. Um größere Angelegenheiten wird es bei der bereits vom Bürgermeister angekündigten Klausurtagung gehen.