Locker geht es zu beim Aufstellen des 22 Meter hohen Symbols närrischer Macht am Samstagmittag. Wo andernorts Zimmermänner akkurat nach klarem Regelwerk agieren, setzen die Echbecker offensichtlich eher auf Spontaneität und Gemeinschaftssinn. Um 13:59 rast ein Auto mit Anhänger auf den Ammanschen Hof und bringt das notwendige Handwerkszeug. Der geschälte Nadelbaum liegt derweil noch unbeachtet da, wo er später zu Narrenehren kommen soll. Langsam findet sich eine zunächst kleine Gruppe Männer aus dem Dorf zusammen und macht sich daran, den Baum anzuheben. Nach und nach kommen weitere männlich- tatkräftige Hände hinzu. Als das Fasnachtssymbol etwa zur Hälfte steht, gibt es zuerst einmal ein Bier für die Narrenbaumsteller, bevor sie den Endspurt antreten. Die lustig verkleideten Zuschauer nehmen das gelassen. Angefeuert von gleich zwei Musikgruppen wird getanzt und das ein oder andere Schwätzchen gehalten. "Es ist schön, dass sich einmal im Jahr das ganze Dorf trifft", findet Echbeckerin Annette Becker. Egal ob im Narrenverein Quellgeister oder nicht, alle würden gerne mithelfen, weiß sie. Die Närrinnen suchten sich jährlich ein anderes Häs-Motto. Diesmal sind sie mit roten Haaren und gelb-grünem Outfit als Pumuckel dabei. Manche von ihnen bringen selbst gebackenen Kuchen für das anschließende Kaffeetrinken in der Scheune. Die Stimmung ist ausgezeichnet. Der Narrenbaum steht jetzt auch.