80 Seelen hat die kleine Pfarrei Betenbrunn. „Und die sind immer voll dabei, wenn es um die Kirche geht“, sagt Dekan Peter Nicola. Die Betenbrunner sind auf ihre Wallfahrtskirche Mariä Geburt stolz.

So ein großes und denkmalgeschütztes Gotteshaus muss aber auch ständig gepflegt werden – da bleiben Sanierungen nicht aus. Die Außenfassade und der Kirchturm wurden 2017 erneuert und im Dachstuhl musste eine Unterschalung angebracht werden, so Beate Maier vom Erzbischöflichen Bauamt.

Für die Dachdeckungsarbeiten an der Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Heiligenberg-Betenbrunn stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vor zwei Jahren, dank einer zweckgebundenen Geldauflage und der Lotterie Glücks-Spirale, 51 900 Euro zur Verfügung.

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Dass es auch eine Förderung für die Unterschalung gab, das ist für die Erzbischöfliche Bauamtsrätin schon ungewöhnlich. Man sei deshalb besonders dankbar.

Das konnte auch Werner Hügle vom örtlichen Stiftungsrat nur unterstützen: „Bis zu einem Meter Schnee im Kirchturm war keineswegs ungewöhnlich.“ Das sorgte für viel Feuchtigkeit im Turm, der zu den ältesten Teilen des Gotteshauses gehört. Versalzungen, Abplatzungen und Risse am Putz, vor allem im Sockelbereich, waren zu beseitigen.

Natursteinelemente wiesen Risse auf

Die stark verschmutzten Natursteinelemente wiesen teilweise Risse auf. Ebenso hatten die Abdeckplatten der Turmzinnen keinen ausreichenden Überstand, was Folgeschäden an den Aufmauerungen nach sich zog.

Und schließlich waren am Turmgebälk, vor allem im Glockenstuhl, schwerwiegende konstruktive Schäden zu beheben. Rund 480 000 Euro hat die Gesamtmaßnahme gekostet. Auch die Biberschwänze schützen jetzt wieder den Turm.

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Christine Blessing und Renate Meinhardt vom Ortskuratorium Villingen-Schwenningen der Deutschen Denkmalstiftung waren gemeinsam mit Frank Eisele von Lotto Baden-Württemberg nach Betenbrunn gekommen, um eine Bronzetafel mit dem Hinweis über die Förderung an Dekan Peter Nicola zu überreichen.

Mariä Geburt gehört zu den mehr als 320 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, in Baden-Württemberg fördern konnte.

Das Land beteiligte sich mit 43 000 Euro an den Kosten und auch die lokale Hanns und Cläre Lohner-Stiftung beteiligte sich. Die Gemeinde Heiligenberg übernahm die Kosten für die Sanierung des Zifferblattes der Kirchenuhr.