Seit rund zwei Jahren sind einige Bäume der Allee, die von Süden zur Amalienhöhe führt, durch das Eschensterben in der Region abgestorben und kahl. Jetzt hat sich der Gemeinderat Heiligenberg auf Anregung von Gemeinderat Michael Moser mit diesen Bäumen befasst. Nach eingehender Beratung kam es aber nicht zu einem Beschluss. Wie Bürgermeister Frank Amann erläuterte, gehört der Weg zur Amalienhöhe der Gemeinde, nicht jedoch die Grundstücke rechts und links des Wegs, auf denen sich die vermutlich vor 40 Jahren zu Zeiten von Bürgermeister Hugo Wegmann gepflanzten Bäume der Allee befinden.

Laut Amann gebe es keine schriftlichen Pacht- oder Nutzungsverträge über die damals gepflanzten Bäume. Vermutlich seien die Vereinbarungen zwischen der Gemeinde und den Eigentümern oder Pächtern mündlich getroffen worden, hieß es in der Sitzung des Gemeinderats. Konsens herrsche, dass die Allee zum Ortsbild Heiligenberg gehört und ein gesellschaftlicher Wille vorhanden sei, diese Allee zu erhalten, stellte Moser fest. Allerdings scheint die Situation schwierig und konfus zu sein. Lediglich mit einem Pächter gäbe es quasi ein stillschweigendes Einvernehmen über eine Abstandsfläche zum Acker (rechts im Bild zu erkennen) und über ein regelmäßiges Mulchen der Grasfläche gegen eine jährliche, gemeindliche Kompensationszahlung.

Ein anderer Grundstückseigentümer hätte hingegen in den 70er Jahren auf einem Grundstück nördlich der Baumgruppe der Amalienhöhe jegliche Baumanpflanzung untersagt. Deshalb würde dort auch nur eine einseitige Baumreihe statt einer Allee stehen, äußerte sich Amann. In den Beratungen kristallisierte sich immer mehr heraus, dass zunächst mit den Grundstückseigentümern Regelungen zur Neupflanzung der Allee getroffen werden müssen, entweder durch Grundstückskauf oder über Pachtverträge, bevor man über Art und Umfang von Neupflanzungen diskutieren kann. Am Wert des Erhalts der Allee, gegebenenfalls auch an einer Ergänzung der Baumbepflanzung auf der Nordseite der Amalienhöhe, bestünde jedoch kein Zweifel, hieß es.