Nur zufriedene Gesichter gab es in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend. Grund waren die soliden Finanzen der Kommune im Jahr 2017. „Wir haben wieder ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, stellte Bürgermeister Frank Amann fest. Und in der Tat: Der Überschuss aus dem laufenden Betrieb in Höhe von 738 000 Euro kann sich sehen lassen. Bei der Gewerbesteuer konnte mit rund 745 000 Euro sogar das zweithöchste Ergebnis seit Gründung der Gemeinde erzielt werden. Nur im Jahr 2016 lag man mit rund 910 000 Euro darüber.

Gute konjunkturelle Lage macht sich bemerkbar

Die gute konjunkturelle Lage hat sich bereits 2017 im Gemeindesäckel bemerkbar gemacht. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und die Schlüsselzuweisungen des Landes lagen mit 3,1 Millionen Euro um rund 180 000 Euro über dem Planansatz. Auch die Einnahmen aus der Gewerbesteuer machten sich mit 295 000 Euro über dem Planansatz sehr positiv bemerkbar.

Einnahmen aus dem Holzverkauf

Dazu kamen noch Einnahmen aus dem Holzverkauf in Höhe von rund 140 000 Euro. „Erstmals sind unsere Rücklagen höher als die Verbindlichkeiten“, stellte Kämmerer Andreas Irmler fest. Die Finanzreserven werden im Rechenschaftsbericht mit 1,09 Millionen Euro beziffert. Der Darlehensstand beträgt rund 1,06 Millionen Euro, was pro Kopf der Bevölkerung 349 Euro ausmacht. Im Jahr 2016 lag diese Zahl noch bei 369 Euro. Positiv haben sich auf den Gemeindehaushalt auch Grundstücksverkäufe in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro bemerkbar gemacht.

Personalkosten bleiben unter dem Ansatz

Im Gegensatz zu anderen Kommunen, die oft mit enorm gestiegenen Personalkosten zu kämpfen haben, konnte man diese in Heiligenberg mit rund 1,09 Millionen Euro etwa 40 000 Euro unter dem Ansatz im Haushaltsplan halten. Ein harter Brocken war dagegen im Jahr 2017 die Kreisumlage. 1,05 Millionen Euro mussten nach Friedrichshafen überwiesen werden.

Geld für Schule und Medientechnik

Im Vermögenshaushalt schlug die Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr mit 70 000 Euro zu Buche. Für den Kauf eines Waldgrundstücks bei Oberrehna war die erste Rate in Höhe von 45 000 Euro fällig. Ein großer Ausgabenbrocken war das Freibad- und Freizeitareal mit 215 000 Euro. Für ein Darlehen an die den Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung mussten 465 000 Euro aufgebracht werden.

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Straßenbaumaßnahmen und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik kosteten 163 000 Euro. Man investierte als auch in Infrastrukturmaßnahmen. Dazu kamen noch 50 000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus Hattenweiler. Und auch die Schule kam nicht zu kurz. Für die Sporthalle und die Medientechnik gab die Gemeinde rund 85 000 Euro aus. „Wir tun als auch eine ganze Menge“, stellte der Bürgermeister fest.

Gemeinderat nimmt Zahlenwerk zur Kenntnis

Positiv fiel auch der Jahresabschluss des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung aus. Es blieb sogar ein kleiner Gewinn von rund 19 000 Euro übrig. Die Bilanzsumme betrug rund 4,8 Millionen Euro. Der Gemeinderat nahm die Zahlenwerke zur Kenntnis und erteilte der Verwaltung die Entlastung.