In der aktuellen Sitzung des Gemeinderates Heiligenberg hat Kämmerer Andreas Irmler einen Entwurf des Gemeindehaushalts und des Stellenplans für das Jahr 2018 vorgelegt und erläutert. Der Entwurf ist das Resultat von Vorberatungen im Rahmen einer Klausurtagung des Gemeinderats. Beschlüsse wurden noch nicht gefasst. Gemäß diesem Entwurf plant Irmler sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite ein Volumen des Verwaltungshaushalts in Höhe von jeweils gerundet 5,98 Millionen Euro (Vorjahr: 5,68). Die Einnahmen des Verwaltungshaushalts verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr nochmals, erläuterte Irmler.

Mehreinnahmen erwartet Kämmerer Irmler insbesondere beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Dieser erhöhe sich auf 1,46 (Vorjahr: 1,31) Millionen Euro. Auch der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuersteuer steige auf insgesamt 177 000 (Vorjahr: 87 500) Euro, sagte Irmler. Ferner wachse die Investitionspauschale des Landes Baden-Württemberg auf 299 000 (Vorjahr: 272 000) Euro. Bedingt durch deutlich höhere Steuereinnahmen 2016 reduzierten sich allerdings im Gegenzug die Schlüsselzuweisungen um 124 500 Euro auf 1,43 Millionen Euro.

Auf der Einnahmenseite ebenfalls erhöhen sich die Zuweisungen des Landes bei Kindertageseinrichtungen (Kindergarten "Zum guten Hirten" und Kindergarten Föhrenbühl) um 9500 Euro auf insgesamt 217 700 Euro. Weitere Mehreinnahmen seien bei der Gewerbesteuer (plus 50 000 Euro auf 500 000 Euro), bei den Freibadgebühren, Bestattungsgebühren und bei den Erstattungen von den Eigenbetrieben Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zu erwarten, so Irmler. "Anpassungen beziehungsweise Erhöhungen bei den Hebesätzen für die Grund- und Gewerbesteuer sind jedoch nicht vorgesehen", versprach der Kämmerer.

Erhöhungen seien nicht nur auf der Einnahmenseite zu erwarten, relativierte Irmler. So rechne er aufgrund der gestiegenen Steuerkraftsumme und durch eine voraussichtliche Erhöhung des Hebesatzes der Kreisumlage von 32 auf künftig 33 Prozent mit einer höheren Kreisumlage von insgesamt 1,26 Millionen Euro (plus 20 500 Euro).

Die an das Land abzuführende Finanzausgleichsabgabe steige auf 843 500 (Vorjahr: 727 900) Euro, erklärte Irmler. Dafür reduziere sich die Gewerbesteuerumlage um 14 000 Euro auf insgesamt 120 000 Euro. Im kommenden Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher müsse die Gemeinde bei den Personalkosten. Durch eine tarifliche Neueinstufung im Standesamt, eine vorübergehende zusätzliche Stelle in der Finanzverwaltung und die Besetzung der neuen Stelle des Bauhofleiters (Thomas Haupter) steigen die Personalkosten um circa 75 000 Euro (2017) auf insgesamt 1,28 Millionen (2016: 1,08 Millionen Euro).

In dieser Erhöhung sei allerdings auch eine erwartete, tarifliche Erhöhung der Gehälter um drei Prozent bereits enthalten, erklärte Irmler.

Für die Sanierung von Gemeindestraßen seien wie im Vorjahr 60 000 Euro vorgesehen. Da die Ausgaben stärker steigen werden als die erwarteten Einnahmen, werde sich die Zuführung an den Vermögenshaushalt von 235 950 Euro (2017) auf 196 600 Euro im Jahr 2018 verringern, prognostizierte Irmler.