Ein klares Bekenntnis zu einer zeitgemäßen Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ab. Einstimmig wurde die Neuanschaffung eines Fahrzeuges Typ LF 10 für die Abteilung Wintersulgen genehmigt. Die Kosten werden rund 380 000 Euro betragen.

Die Abkürzung LF steht für ein Löschgruppenfahrzeug. Diese werden bei Feuerwehren viel genutzt, da sie sich für zahlreiche verschiedene Einsatzarten eignen. Und die Anforderungen an die Freiwillige Feuerwehr werden nach Einschätzung von Gesamtkommandant Werner Waibel immer komplexer. Er berichtete von fünf Brandeinsätzen im vergangenen Jahr, 15 technischen Hilfeleistungen und zahlreichen Einsätzen aufgrund von ausgelösten Brandmeldeanlagen.

Künftig kann doppelt so viel Löschwasser transportiert werden wie bisher

Das bislang genutzte LF 8/6 wurde 1994 beschafft und ist somit 26 Jahre alt. „Es entspricht nicht mehr dem Stand der Technik“, erläuterte Waibel und wies darauf hin, dass der im alten Fahrzeug verbaute Wassertrank 600 Liter Wasser fasst. Im neuen Fahrzeug könnten 1200 bis 1600 Liter Wasser mitgeführt werden, je nachdem, was das Fahrzeug sonst noch an Ausstattung enthalte. Auch solle es über einen Allradantrieb verfügen.

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Über die weiteren mitgeführten Geräte wird ein Ausschuss entscheiden. Geprüft werden muss auch noch, ob das neue Fahrzeug von der Höhe her problemlos am alten Standort untergebracht werden kann.

Mittelfristig weiterer Fahrzeugkauf geplant

Die Fahrzeuge der anderen Abteilungen (Heiligenberg und Hattenweiler) sind laut dem Gesamtkommandanten in einem guten Zustand. Mittelfristig, also in zehn bis 15 Jahren, ist die Beschaffung eines weiteren Fahrzeugs als Ersatz für das vorhandene LF 16 für die Abteilung Heiligenberg geplant. In der Regel werden Feuerwehrfahrzeuge 30 Jahre genutzt, erreichen aber keinen allzu hohen Kilometerstand.

Altes Fahrzeug soll nicht weiter genutzt werden

Das neue LF 10 wird weiterhin das einzige Fahrzeug der Abteilung Wintersulgen sein. Das alte Fahrzeug in Reserve zu halten oder für die Jugendfeuerwehr zu nutzen, wie Gemeinderat Florian Kopp (Bürgerliste) in Betracht gezogen hatte, wurde sowohl von Werner Waibel als auch von Bürgermeister Frank Amann als nicht sinnvoll betrachtet. Ein Führerscheinproblem gibt es ihren Darstellungen zufolge derzeit nicht. Es seien genügend Einsatzkräfte im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für ein Fahrzeug mit dem nun deutlich höheren Gesamtgewicht.

Lob für die Aktiven der Feuerwehr

Vom Bürgermeister und mehreren Gemeinderäten gab es großes Lob für die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr. Für Gemeinderat Michael Moser (CDU) ist klar: „Hier geht um unser aller Sicherheit.“ Man brauche aber auch Ehrenamtliche, die sich engagieren.

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Philipp Straßburger und Christian Ströhle verpflichtet

So wie Philipp Straßburger, der in der Hauptversammlung der Feuerwehr zum neuen Abteilungskommandanten in Wintersulgen gewählt wurde. Sein Stellvertreter ist Christian Ströhle. Die Bestätigung durch den Gemeinderat war nur eine Formsache und erfolgte, ebenso wie der Beschluss für die Neuanschaffung des LF 10, einstimmig.

Bürgermeister Frank Amann (links) verpflichtete den neuen Abteilungskommandanten Philipp Straßburger nach der Bestätigung durch den Gemeinderat mit Handschlag. Rechts der neue Stellvertreter Christian Ströhle.
Bürgermeister Frank Amann (links) verpflichtete den neuen Abteilungskommandanten Philipp Straßburger nach der Bestätigung durch den Gemeinderat mit Handschlag. Rechts der neue Stellvertreter Christian Ströhle. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz