Ein sehr schönes und stimmungsvolles Frühlingskonzert haben Konzertbesucher im Saal des Heiligenberger Bürgerhauses Sennhof erlebt. Passend zum Titel war das Konzert gekennzeichnet durch musikalische Frische und Leichtigkeit und vermittelte eine bemerkenswerte fröhliche und herzliche Stimmung.

Gelebte Inklusion: Der Eifer beim Musizieren der assistenzbedürftigen Mensches des Glockenchors Hermannsberg ließ sehr schnell den Funken zwischen den Ausführenden und dem Publikum überspringen.
Gelebte Inklusion: Der Eifer beim Musizieren der assistenzbedürftigen Mensches des Glockenchors Hermannsberg ließ sehr schnell den Funken zwischen den Ausführenden und dem Publikum überspringen. | Bild: Bernhard Conrads

Diese machte auf besondere Weise der Glockenchor Hermannsberg deutlich. Die musizierenden, überwiegend assistenzbedürftige Menschen ließen es sich nicht nehmen, mit leuchtenden Augen auch verbal zum Ausdruck zu bringen, dass Musik große Freude macht. Das Konzert geriet somit auch zu einem Beispiel gelebter Inklusion. Die Begeisterung für Musik fand im Auftritt des Chors der Grundschule Heiligenberg unter der Leitung von Gabriele Heidenreich seine Fortsetzung. Die Grundschulkinder zeigten eine erstaunliche Forte-/Pianokultur und sangen unter anderem ein Lied über die Sorge um die Umwelt auf der Erde.

Mit Eifer und Gesang drückte der Schulchor der Grundschule Heiligenberg unter der Leitung von Gabriele Heidenreich seine Sorge um die Umwelt aus.
Mit Eifer und Gesang drückte der Schulchor der Grundschule Heiligenberg unter der Leitung von Gabriele Heidenreich seine Sorge um die Umwelt aus. | Bild: Bernhard Conrads

International wurde es mit den Darbietungen des gemischten und in Frühlingsfarben gekleideten Baraka-Chors, der stimmungsvoll mit Liedern beispielsweise aus rätoromanischen, brasilianischen und afrikanischen Kulturkreisen zu begleitenden Akkorden auf der Gitarre des Chorleiters Rainer Dost ein wenig Lagerfeuerromantik in den Saal transportierte. Bemerkenswert waren die Auftritte der jugendlichen Künstler Michael Kuhn (Klavier), Helena Müller (Sopran), Johanna Stella Paffrath (Viola), teilweise am Flügel begleitet von Chiaka Nagata. Sein Debüt in der Öffentlichkeit hatte ferner das Saxofon-Quartett unter der Leitung von Dierk Jenning, das mit knackigen Jazzharmonien einen mitreißenden Kontrast in das Programm brachte.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Frühlingskonzert, 2013 von Dirigent Jochen Wehner ins Leben gerufen, genoss durch dessen außergewöhnliche Konzertkonzeption große Beliebtheit. War es 2013 noch die Gemeinde, so ist seit 2014 der Verein Musik und Kultur Heiligenberg (MuK) der Veranstalter. Aus gesundheitlichen Gründen musste Wehner in diesem Jahr die Organisation komplett niederlegen. Sie ging in die Hände von Wolfgang Bergemann, den MuK-Vorsitzenden, über. Dadurch entstand eine neue Konzertkonzeption, die sich stärker als bisher am Vereinszweck des MuK orientierte, nämlich jungen oder wenig bekannten Musikern und jungen Nachwuchskünstlern eine Plattform zu bieten.

Das könnte Sie auch interessieren