Die Gründe dafür liegen in der gelungenen Konzeption, an der idyllischen Lage des Festes auf dem Vorplatz der Wallfahrtskirche St.¦Maria und der damit verbundenen netten Atmosphäre. Es liegt zudem am freundlichen und herzlichen Empfang der Betenbrunner Dorfgemeinschaft, die das Fest zusammen mit der Pfarrgemeinde St.¦Maria im ehrenamtlichen Engagement ausrichtet. Am Festtag ist der Dorfplatz für den Autoverkehr gesperrt, ideale und sichere Voraussetzungen für die jüngeren Festbesucher.

Schon immer war das Fest mit dem Patrozinium der Kirchengemeinde Betenbrunn gekoppelt. Um 9.15¦Uhr beginnt deshalb der Festtag mit dem Hochamt zum Gedenken an Mariens Geburt. Eine Viertelstunde vorher treffen sich die Abordnungen der örtlichen Vereine zum gemeinsamen Kirchgang unter Begleitung der Kapelle des Musikvereins Wintersulgen. Zur Liturgie, zelebriert von Pfarrer Volker Blaser, singt der Kirchenchor Betenbrunn-Röhrenbach unter der Leitung von Helmut Butscher schöne Marienlieder und die Missa Te Deum. Unter Begleitung der Musikkapelle Wintersulgen findet nach der Messe eine Sakramentsprozession durch den Ort zum Ölberg statt, gefolgt vom Te Deum und sakramentalen Segen.

Dem kirchlichen Teil schließt sich der weltliche Teil des Festes an. Er beginnt um 11¦Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen im gegebenenfalls beheizten Festzelt. Als Garant für gute Stimmung spielt die Kapelle des Musikvereins Wintersulgen unter der Leitung von Christian Bollin. Sie ist ohne Unterbrechung seit Bestehen des Dorffestes in jedem Jahr immer ehrenamtlich mit dabei.

Nicht nur die Ohren werden am späten Vormittag und über Mittag verwöhnt. Das Betenbrunner Küchenteam wird auf dem Grill und in Kochtöpfen so allerlei leckere Speisen zaubern. Dazu gibt es beispielsweise Elvira Lorenz’ selbst gemachten Kartoffelsalat oder Salat. Liebhaber schwäbischer Kost können sich auf Maultaschen oder auf Heinrich und Luzia Fröhmans Kässpätzle freuen. Für die kalorienbewussten Festbesucher werden knackige Salatteller geboten. Wer es lieber herzhaft mag, kann auf den Dorffestbraten, Steak oder gebratene Wurst mit oder ohne Curry zurückgreifen. Das Dorffestteam wird dafür sorgen, dass der Nachschub an Getränken reibungslos funktioniert.

Auch für Kinder gibt es Spaß und Unterhaltung. Das Team des Kindergartens Heiligenberg „Zum guten Hirten“ bietet Attraktionen für die jungen Festbesucher an. Ab 14¦Uhr übernimmt dann das Sterntaler Duo mit Adolf Hamberger und Franz Kuchelmeister die musikalische Unterhaltung, eine gute Gelegenheit, zu Livemusik mal wieder das Tanzbein zu schwingen.

Zur Kaffeezeit werden die Besucher mit duftendem Kaffee und selbst gebackenen Kuchen nach Großmutters Rezepten verwöhnt. Der Reinerlös des Festes kommt, wie in jedem Jahr, zu 100 Prozent guten, sozialen Zwecken zugute; die Spendenempfänger sind bereits festgelegt. In diesem Jahr ist es der Verein „Miteinander – Bürger-Selbsthilfe Frickingen“, der seinen Wirkungskreis auf Heiligenberg ausgeweitet hat. Weitere Spendenempfänger sind der Heiligenberger Kindergarten „Zum guten Hirten“, das Jugendrotkreuz Heiligenberg sowie die Pfarrei Betenbrunn, die neue Gewänder für die Sternsinger schneidern möchte.

Festprogramm

9.15 Uhr: Heilige Messe zum Patrozinium der Kirchengemeinde St.¦Maria, mitgestaltet vom Kirchenchor Röhrenbach-Betenbrunn. Anschließend Prozession durch das Dorf.

11 Uhr: Frühschoppen mit schmissiger Blasmusik, gespielt von der Kapelle des Musikvereins Wintersulgen unter der Leitung von Christian Bollin. Umfangreiche Bewirtung im gegebenenfalls beheizten Festzelt. Spiele für Kinder, angeboten vom Team des Kindergartens „Zum guten Hirten“.

14 Uhr: Musikalische Unterhaltung durch das Sterntaler-Duo mit Adolf Hamberger und Franz Kuchelmeister.

15 Uhr: Reichhaltiges Kuchenbuffet und frisch gekochter Kaffee.

Seit beinahe drei Jahrzehnten

Bild: Bernhard Conrads

Das Patrozinium St. Maria Geburt ist seit 29 Jahren fester Bestandteil des Dorffests in Betenbrunn. Um 9.15 Uhr beginnt der Festtag mit dem Hochamt zum Gedenken an Mariens Geburt. Dieses wird von Pfarrer Volker Blaser zelebriert und nach der Messe findet eine Sakramentsprozession durch den Ort zum Ölberg statt, bevor es ins Festzelt geht. 

Wie das Dorffest entstand

Schon lange bevor es das erste Betenbrunner Dorffest gab, hatten sich die Bürger nach dem Patroziniumsfest im heute nicht mehr existierenden Gasthaus „Linde“ zu einem Frühschoppen getroffen. Dessen damaliger Wirt, Franz Lorenz, war 1989 bereit, diesen Hock zugunsten eines Dorffestes abzugeben. So wurde das Dorffest gegründet und damals mit dem Erlös die Restaurierung des Gnadenaltars in der Pfarrkirche St.¦Maria unterstützt. An diesem Konzept, Fest zugunsten der Allgemeinheit, hat sich bis heute nichts geändert. Erst wird das Patroziniumsfest gefeiert, dann kommt das weltliche Fest, beides natürlich mit allem, was dazu gehört. Der Musikverein Wintersulgen sowie das Sterntaler Duo waren von Anfang an mit dabei. Bemerkenswert und anerkennenswert ist, dass das Dorffest von nahezu der kompletten Dorfgemeinschaft ehrenamtlich gestemmt wird. Da kein Verein oder ähnliches von den Einnahmen finanziert werden muss, gibt die Dorfgemeinschaft den Reinerlös zu 100¦Prozent als Spenden an soziale Einrichtungen ab. 2013 gab es jedoch eine kleine Zäsur, als Erich Ritscher, Organisator, Chef und Conférencier des Dorffestes nach 25¦Jahren den „Roten Hut“ abgab. Sein Nachfolger ist ein siebenköpfiges Team, das dieses Fest ganz im bisherigen Stil mit Erfolg weiterführt.

Musik gehört zum Dorffest dazu

Bild: Bernhard Conrads

Im Festzelt wartet die Dorfgemeinschaft am Sonntag ab 11¦Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen auf. Dazu gehört auch viel Musik mit den örtlichen Musikkapellen und dem Sterntaler Duo. Sie sorgen den ganzen Festtag über für die richtige Begleitung und Unterhaltung. Gemeinsam wird geschunkelt und Kulinarisches genossen – im Festzelt auf dem Dorfplatz.