Unter der Leitung des Kommandanten Werner Waibel hatten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenberg im Gasthof Hosbein zur Jahreshauptversammlung mit anschließendem gemeinsamen Abendessen eingefunden. „Alle Mitglieder zeichnet die Bereitschaft aus, sich für andere einzusetzen“, erklärte Michael Fischer, stellvertretender Kreisbrandmeister.

„Sie sind für alle Vorbilder in unserer Gesellschaft und das zu Recht“, betonte er in seiner Rede. „Zu 31 Einsätzen wurde die Feuerwehr in diesem Jahr gerufen“, berichtete Manuela Stöhr in ihrer Funktion als Schriftführerin. Bei der Aufzählung der Einsätze wird deutlich, dass Vielseitigkeit und Können die gemeisterten Einsätze auszeichnen.

Dixi-Klo von der Straße entfernt

Die Feuerwehr wurde zu Verkehrsunfällen gerufen, zum Löschen unterschiedlichster Brände, sie entfernte umgefallene Bäume, saugte Ölspuren auf, pumpte Wasser aus Häusern, überprüfte Gasgeruch auf Gefährlichkeit, beseitigten, besonders kurios, eine Dixi Toilette von der Straße und war zur Stelle, wenn aufmerksame Bürger wegen Feuermelderalarm die Feuerwehr benachrichtigten.

Michael Fischer lobte den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr und zitierte dabei Altbundeskanzler Helmut Schmidt: „Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und am vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl.“

Bei der Ehrungen: Kommandant Werner Waibel (von links) zeichnet Micheael Dold mit dem silbernen Ehrenabzeichen aus. Stellvertretender Kreisbrandmeister Michael Fischer, Manuela Stöhr (bronzenes Ehrenabzeichen), Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Günther Laur, Anton Rinderle (goldenes Ehrenabzeichen), Bürgermeister Frank Amann und verabschieden Ferdinand Endres, der 45 Jahre der Feuerwehr angehört hat. Bild: Petra Hofmann
Bei der Ehrungen: Kommandant Werner Waibel (von links) zeichnet Micheael Dold mit dem silbernen Ehrenabzeichen aus. Stellvertretender Kreisbrandmeister Michael Fischer, Manuela Stöhr (bronzenes Ehrenabzeichen), Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Günther Laur, Anton Rinderle (goldenes Ehrenabzeichen), Bürgermeister Frank Amann und verabschieden Ferdinand Endres, der 45 Jahre der Feuerwehr angehört hat. | Bild: P. Hofmann

Damit die Feuerwehr effektiv und schnell helfen kann, sind Übungseinsätze unabdingbar. Sechs gemeinsame Übungen standen dieses Jahr auf dem Programm. Darunter Atemschutzübungen mit der Möglichkeit für Atemschutzgeräteträger, diese in einem speziellen Brandcontainer für den Ernstfall zu trainieren. Des Weiteren wurde ein Motorsägelehrgang und im Sommer die Jahreshauptübung „Simulation eines Geräteschuppenbrandes“ auf dem Anwesen der Familie Duelli in Wintersulgen/Steinsbrunn durchgeführt.

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Für ihre ehrenamtliche, langjährige Tätigkeit wurden in feierlicher Runde folgende Feuerwehrleute ausgezeichnet. Manuela Stöhr bekam das bronzene Ehrenzeichen für 20 Jahre Mitgliedschaft. Michael Dold das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre und für 40 Jahre erhielt Anton Rinderle das Ehrenzeichen in Gold. Dazu gab es jeweils eine Verleihungsurkunde für den pflichtgetreuen Einsatz.

Oberbrandmeister August Schmid und Ferdinand Endres.
Oberbrandmeister August Schmid und Ferdinand Endres. | Bild: Petra Hofmann

Zum Oberbrandmeister wurden Ottmar Simeon und August Schmid befördert. Von ihren Einsätzen sind alle Feuerwehrleute unverletzt zurückgekommen. Umso tragischer der schwere Arbeitsunfall im November, bei dem Stefan Böhmann ums Leben kam. Worte des Trostes an die Familie und Angehörigen sprach auch der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Manfred Hornstein, der 1995 den Forstarbeiter noch selbst einstellte.

„Er war ein ganz Großer. Ein lieber, freundlicher Mitarbeiter.“ Er dankte der Einsatzleitung und den Feuerwehrmännern für ihren Einsatz. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist, dies aufzuarbeiten.“