In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Heiligenberg hat Bürgermeister Frank Amann Claudia Schacht als neue Gemeinderätin verpflichtet. Zuvor hatte der Gemeinderat formell das sogenannte Nichtvorliegen von Hinderungsgründen einstimmig festgestellt. Schacht tritt die Nachfolge von Gerlinde Kriese an, die kürzlich auf eigenen Wunsch aus dem Ratsgremium ausschied. Schacht übernimmt nicht nur Krieses Platz am Ratstisch für die Bürgerliste, sondern auch deren Mitgliedschaften in den Ausschüssen.

Claudia Schacht ist 46 Jahre alt und wohnt seit 1983 im Heiligenberger Ortsteil Hattenweiler. Die gebürtige Überlingerin wuchs in der Camphill-Dorfgemeinschaft Hermannsberg auf und machte 1991 in der Waldorfschule Rengoldshausen ihr Abitur. Dem Schulabschluss schloss sich eine Schreinerlehre an. Schacht übte diesen Beruf nach der Gesellenprüfung kurze Zeit aus und arbeitete dann 15 Jahre in einem mittelständischen Unternehmen. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter arbeitete Schacht halbtags im Frischemarkt Hiller in Frickingen. Von 2009 bis 2015 engagierte sie sich im Vorstand des Waldorfkindergartens der Dorfgemeinschaft Lautenbach. Seit Mai 2016 ist sie persönliche Mitarbeiterin im Büro des Landtagsabgeordneten Martin Hahn.

Schachts Kandidatur für den Gemeinderat im Jahr 2014 war ihr erster Versuch, in die Kommunalpolitik einzusteigen; sie verpasste knapp den Einzug ins Ratsgremium. Nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Gerlinde Kriese aus dem Gemeinderat ist sie auf der Bürgerliste die erste Nachrückerin. "Ich freue mich sehr darüber, nun doch in den Gemeinderat kommen zu können", erklärte Schacht im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Schwerpunkte in der Gemeinderatsarbeit habe sie zwar noch nicht, aber die Motivation, sich dort zu engagieren, habe sich seit ihrer Kandidatur 2014 nicht verändert: "Ich möchte mich für mein Lebensumfeld und damit für eine lebens- und liebenswürdige Gemeinde einsetzen und Verantwortung übernehmen", erklärte Schacht. Ihre Hobbys sind Sport, besonders Joggen und Skilaufen, Malen und Reisen.