Das Dorffest in Betenbrunn hat sich am Sonntag einmal mehr als Anziehungspunkt für die Region erwiesen. Selbst der zeitweilige Regen konnte die Besucher nicht abhalten. Keine Partyband, stattdessen die Frauen und Männer vom Musikverein Wintersulgen, kein DJ, stattdessen das Sterntaler-Duo, und als Festeröffnung ein Gottesdienst mit anschließender Prozession.

Das Fest ist ein Treffpunkt für alle Generationen.
Das Fest ist ein Treffpunkt für alle Generationen. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Vielleicht ist es gerade diese Tradition, die von den Menschen so geliebt wird. Und natürlich das gute Essen, das eigentlich keine Wünsche offenlässt. Außer man kann nicht auf Pommes Frites verzichten. Die standen auch dieses Jahr nicht auf der ansonsten umfangreichen Speisekarte.

Diese Jahr trug Pfarrer Volker Blaser die Monstranz über den Ölberg.
Diese Jahr trug Pfarrer Volker Blaser die Monstranz über den Ölberg. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

In Betenbrunn steht die Kirche nicht nur mitten im Dorf, sie ist eigentlich auch der Grund für das Fest. Denn am Festsonntag wird auch das Kirchenpatrozinium gefeiert. Den Festgottesdienst hielt Pfarrer Volker Blaser. Er trug anschließend die Monstranz bei der Prozession rund um den Kirchhof und über den immer noch sehr gut erhaltenen Ölbergweg.

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Begleitet von der Musikkapelle, den Vereinen und dem Kirchenchor war die Prozession ein beeindruckender Beweis, dass man in Betenbrunn nicht nur festen, sondern auch beten kann. Und das immer am ersten Sonntag im September, wenn das Patrozinium der Gottesmutter begangen wird.

Carmen Amann (rechts) vertrat in Betenbrunn ihren Mann. Der Bürgermeister wäre sicher lieber zum Dorffest gekommen, als eine Operation auskurieren zu müssen.
Carmen Amann (rechts) vertrat in Betenbrunn ihren Mann. Der Bürgermeister wäre sicher lieber zum Dorffest gekommen, als eine Operation auskurieren zu müssen. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Mit dem ersten Kirchenbau wurde 1373 begonnen. 1727 wurde eine umfassende Renovierung eingeleitet, der die heute noch erhaltene barocke Ausstattung zu verdanken ist. Die Wallfahrtskirche in Betenbrunn ist auch das Jahr über immer wieder Ziel vieler Besuchergruppen. Doch so viele Menschen wie beim Dorffest, gibt es sonst in Betenbrunn nicht. Und wenn man bedenkt, dass der Ort nur knapp 100 Einwohner hat, dann kann man ermessen, welche gigantische Gemeinschaftsleistung hier erbracht wird.

Mag es draußen auch regnen, im Festzelt ist immer was los. Bei netten Gesprächen und musikalischer Unterhaltung hat Langeweile keine Chance.
Mag es draußen auch regnen, im Festzelt ist immer was los. Bei netten Gesprächen und musikalischer Unterhaltung hat Langeweile keine Chance. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Hier arbeitet man zusammen, auch viele Vereine aus der Gesamtgemeinde bringen sich ein. Und das auch dieses Jahr wieder für soziale Zwecke. Der Reinerlös wird zwischen dem Verein Miteinander in Frickingen, sowie dem Jugendrotkreuz und dem Kindergarten in Heiligenberg aufgeteilt. Und es sollen neue Gewänder für die Sternsinger angeschafft werden.