Hohe Gebühren für die Abwasserbeseitigung belasten die Bürger in Heiligenberg. In der aktuellen Sitzung des Gemeinderats legte Kämmerer Andreas Irmler den Jahresabschluss 2016 des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung vor, der von den Räten einstimmig akzeptiert wurde. Zwar würde die Erfolgsrechnung trotz Senkung des Abwasserpreises einen Jahresgewinn von 50 543,67 Euro ausweisen, doch dieser würde auf die neue Rechnung übertragen, erklärte Irmler. Von Gebührensenkungen war keine Rede.

An Einnahmen bezifferte Irmler einen Betrag in Höhe von 693 263,30 Euro. In diesen Einnahmen seien unter anderem Abwassergebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser, Auflösung von Ertragszuschüssen enthalten. Diesen Einnahmen stünden Aufwendungen in Höhe von 642 738,63 Euro gegenüber. Die größten Posten der Aufwendungen seien (jeweils gerundet) Energiekosten (59 345 Euro), Personalausgaben (58 506 Euro), Betriebskostenumlage Abwasserzweckverband Obere Salemer Aach (121 379 Euro), Einleitungsgebühren an die Gemeinde Deggenhausertal (34 270 Euro), Abschreibungen (179 310 Euro), Abschreibungen des Abwasserzweckverbands Obere Salemer Aach (53 004 Euro), Erstattung für Leistungen der Verwaltung (26 272 Euro) und Zinsen für Fremdkapital (59 736 Euro), erläuterte Irmler.

Die Einnahmen im Vermögensplan seien in erster Linie aus Abschreibungen (232 314 Euro) und aus dem Jahresgewinn des Erfolgsplans (50 525 Euro) generiert worden. Die Summe der Einnahmen betrage für 2016 303 691 Euro, so Irmler. Bei den Ausgaben sei die Erschließung des Neubaugebiets Amalienhöhe II mit 286 255 Euro der größte Posten. Weitere Ausgaben seien eine Investitionsumlage des Abwasserzweckverbands Obere Salemer Aach (31 711 Euro), die Auflösung empfangener Ertragszuschüsse (120 304 Euro), die Tilgung von Krediten (86 090 Euro) und ein Finanzierungsfehlbetrag aus Vorjahren in Höhe von 49 208 Euro).

Zusammen mit weiteren, kleineren Ausgaben würden sich die Ausgaben auf 585 475 Euro saldieren, rechnete Irmler den Gemeinderäten vor. Daraus würde sich ein Finanzierungsfehlbetrag von 281 784 Euro ergeben, der durch ein Trägerdarlehen der Gemeinde finanziert werden soll. Den Schuldenstand am 31. Dezember 2016 bezifferte Kämmerer Andreas Irmler mit insgesamt 2,11 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 694,85 Euro entspreche.