Mit der Sanierung von Straßenschäden hat sich der Gemeinderat Heiligenberg in der jüngsten Sitzung befasst. Wie Bürgermeister Frank Amann schilderte, seien im Zuge der Gas- und Glasfasererschließungen in den Ortsteilen Betenbrunn, Wintersulgen, Röhrenbach und Heiligenberg die Straßenkörper und -oberflächen stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Das Stadtwerk am See, beziehungsweise die Firma Teledata, beabsichtige nun, in den kommenden Jahren die für die Leitungsverlegung in Anspruch genommenen Straßenflächen zu sanieren. Dies beträfe allerdings nicht die vollständige Straßenbreite, so Amann. Es sei daher aus Sicht der Verwaltung und des von der Gemeinde beauftragten Ingenieurbüros sinnvoll und nachhaltig, die Straßen im Gesamten wieder mit einer neuen und einheitlichen Straßenoberfläche zu versehen. Damit begonnen werden soll im Jahr 2018 mit dem kompletten Ortsteil Betenbrunn sowie der Ortsdurchfahrt Wintersulgen. Die Straßenflächen in Betenbrunn seien im Zuge der Kanalisation Anfang bis Mitte der 90er Jahre hergestellt worden. Vor circa zehn Jahren seien die Straßen mit einer sogenannten Spritzdecke saniert worden, erklärte Amann. Die Ortsdurchfahrt Wintersulgen, es handelt sich dabei um eine Kreisstraße, für die eigentlich der Bodenseekreis verantwortlich ist, sei im Jahr 2009 vollständig saniert worden. Daher seien Zuschüsse vom Kreis nicht zu erwarten, vielmehr sei ein jeweils hälftiger Betrag der Sanierungskosten jetzt von der Gemeinde und vom Stadtwerk am See zu übernehmen.

Ingenieur Michael Nothnagel vom Ingenieurbüro Reckmann erläuterte den Räten die geplanten Sanierungsmaßnahmen und deren Kosten. Der Gemeindeanteil für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Wintersulgen würden sich auf insgesamt 86 000 Euro summieren. Anders als in Wintersulgen müsse die Gemeinde in Betenbrunn zwei Drittel der Gesamtkosten tragen. Dieser Anteil würde sich auf 150 000 Euro saldieren. Baufertigstellung sei für den 30. April 2018 geplant so Nothnagel. Einstimmig votierten die Räte für die vorgestellten Sanierungen. Ob die Straße "Am Kornberg" in Wintersulgen mit einem Gemeindeanteil von 90 000 Euro ebenfalls saniert werden kann, würde erst im Rahmen der Haushaltsplanung 2018 entschieden, ergänzte Amann.