Zum einen wird per Umfrage statistisch erhoben, wie hoch die Mieten derzeit sind und welche Faktoren eine konkrete Mieteinheit nach oben oder unten verschieben können. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Baujahr und die Größe entscheidend sind: Je neuer ein Haus ist, desto höher liegt der Quadratmeterpreis. Ausnahmen sind historische Gebäude (älter als 100 Jahre), die ungefähr den Häusern um 1970 entsprechen. Außerdem sind die Mieten kleiner Wohnungen relativ höher als die größerer.

Kleine Wohnungen sind pro Quadratmeter teurer als große

So sind etwa die Quadratmeterpreise bei Wohnungen unter einer Wohnfläche von 50 Quadratmetern rund 1,50 Euro höher als von Wohnungen über 100 Quadratmetern. Zuschläge können nicht nur durch eine gute Ausstattung erfolgen (Einbauküche, Aufzug im Gebäude, abgeschlossene Tiefgarage), sondern auch durch die Lage (Seeblick, Seenähe, niedriger Lärmpegel). Andererseits können Abwertungen wegen der Ausstattung erfolgen (Räume ohne Heizung, Einfachverglasung, Rohboden) oder durch die Lage (Gewerbegebiet, hoher Lärmpegel, schlechte Anbindung).

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Aus all dem ergibt sich die „ortsübliche Vergleichsmiete„, die in einer Formel berechnet werden kann. Wer es gerne schriftlich hat, kann sich den aktuellen Mietspiegel gegen eine Schutzgebühr von 4 Euro in der Gemeinde besorgen. Kostenlos stellt die Verwaltung nicht nur den Mietspiegel als Download zur Verfügung, sondern auch einen Online-Rechner, der aus den eingegebenen Daten die „richtige“ Miete errechnet.