Etwas verwirrend geriet die Diskussion um die neue Benutzungs- und Entgeltordnung für das Gwandhaus und die Räume im Rathaus. Der Vorschlag der Verwaltung war noch übersichtlich: Alle bisher geltenden Raumgebühren werden um 15 Prozent erhöht. Alle Hagnauer Vereine, Betriebe und Personen erhalten 50 Prozent Ermäßigung, außerdem dürfen ortsansässige Vereine einmal pro Jahr einen Raum kostenlos nutzen.

Räte für moderate Erhöhung

Zwar waren die Räte alle für eine moderate Erhöhung. „Lieber regelmäßig anpassen, als später einen großen Batzen draufschlagen“, empfahl zum Beispiel Mathias Urnauer. Doch zwei Dinge wollten die Räte gerne geändert haben. „Wir sollten lieber die Vereine schonen,“ riet Horst Müller zum einen und ergänzte: „Dafür sollten wir bei Hochzeiten und ähnlichen Feiern mehr verlangen. Schließlich werden die Räume da ganz anders beansprucht.“ Dieser Argumentation schloss sich auch Fabian Dimmeler an. Jetzt wurde hin und her gerechnet und verschiedene Vorschläge gemacht, die aber innerhalb der Sitzung nicht in eine neue Tabelle münden konnten.

Nicht ganz einfach

Diese wird nun auf Grundlage des folgenden einstimmigen Beschlusses nachgeliefert: „Der Gemeinderat stimmt den dargestellten Änderungen der Benutzungs- und Entgeltordnung der Gemeinde Hagnau für die Räume im Bürger- und Gästehaus (Rathaus) und dem Gwandhaus unter folgender Maßgabe mit Wirkung zum 1. Januar 2021 zu: ... die Entgelte für die interne Vermietung aller Räume wie vorgeschlagen pauschal um 15 Prozent erhöht werden und die 50-prozentige Ermäßigung für Nutzer aus Hagnau auf das Hallen-/Raumentgelt in die Entgelttabelle eingearbeitet wird; die bisherige Ziffer II entfällt damit künftig; die Entgelte für die externe Vermietung des Gwandhauses pauschal um 30 Prozent erhöht werden; die Entgelte für die externe Vermietung des Bürger- und Gästehauses (Rathaus) pauschal um 20 Prozent erhöht werden.“

Kern der Entscheidung

Kurz gesagt: Die Entgelte werden für das Gwandhaus um 30 Prozent erhöht, für die Rathausräume um 20 Prozent. Für Hagnauer werden die neuen Entgelte aus einer Pauschale von 15 Prozent Aufschlag und der Ermäßigung (50 Prozent) neu errechnet.

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