Der Winzertrunk in Hagnau begann wie immer: Winzerchef Karl Megerle berichtete über das vergangene Jahr und sprach die Weine, aber auch die Sorgen der Winzer an. Die wichtigste Botschaft: „Das wirtschaftliche Ergebnis des Winzervereins ist gut.“ Er mahnte aber an, im „Qualitätsstreben nicht nachzulassen“, da die Vermarktung des Weines immer schwieriger werde. Er freute sich über die vielfachen Ehrungen und Prämierungen der Hagnauer Weine und den 17. Ehrenpreis für den Bereich Bodensee in Folge.

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Das Wetter im Jahr 2019 war zwar nicht einfach – so hätten viele Trauben im Juli einen Sonnenbrand bekommen – aber von schweren Unwettern wie Hagel sei man verschont geblieben. Optimal habe sich der Wetterverlauf auf die Trauben des Spätburgunders ausgewirkt, wo man „optimale Qualitäten ernten“ konnte.

Ein gewohntes Bild beim Winzertrunk: Der Vorsitzende des Winzervereins Karl Megerle berichtet unter dem Bild des Gründers Pfarrer Heinrich Hansjakob über das vergangene Jahr.
Ein gewohntes Bild beim Winzertrunk: Der Vorsitzende des Winzervereins Karl Megerle berichtet unter dem Bild des Gründers Pfarrer Heinrich Hansjakob über das vergangene Jahr. | Bild: Uwe Petersen

Kritik an Bundesstraßenplänen

Auch auf die politischen Entwicklungen des Jahres 2019 nahm Megerle Bezug. Die „Planung der B31 neu mitten durch die schönste Kulturlandschaft am See“ bezeichnete er als „unvorstellbar“, die Straßenplaner seien „schon sehr emotionslos, wenn es um den Verbrauch von Gelände und im Speziellen um Rebgelände geht. Uns Winzern blutet das Herz.“ Doch nicht nur die B31 sei ein Problem. „Ein weiteres Ärgernis stellt das Volksbegehren „Pro Biene“ für uns dar.“, weil es „uns Winzer, die wir heute schon kontrolliert umweltschonend produzieren, in ihrer Existenz betrifft.“

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Dann gab es ein Novum im Ablauf des Winzertrunks: Die aktuelle Bodensee-Weinprinzessin, die Hagnauerin Lea Saible, war nicht persönlich anwesend und schickte als Ersatz eine Video-Botschaft an die Gesellschaft. Dazu passend – obwohl vermutlich unabhängig davon – sinnierte Bürgermeister Volker Frede darüber, wie die Gründung des Winzervereins verlaufen wäre, wenn Heinrich Hansjakob heute leben würde, „im Zeitalter 4.0“. Vor lauter „social media“, einer Fakten-Überflutung und trotz einer 3D-Brille scheint das alles „doch wenig Sinn zu machen. Hansjakob 4.0“ wäre vermutlich „nicht erfolgreich geworden“, weil „das Menschliche und das Reale“ den Erfolg ausmache.

Pfarrer Matthias Schneider denkt gar bei den häufigen Brautgesprächen an Wein, „weil die jungen Männer oder Frauen so voneinander schwärmen“, wie Kenner vom Wein. Er zog Parallen zwischen der Welt der Bibel und der des Weines, die beide bunt und vielfältig seien. Dann durfte er traditionell den ersten Schluck aus dem großen Silberpokal nehmen, den die Trachtenfrauen kredenzten. Am Rande des Trunkes wurden Anja Kuhfeld und Tobias Keck für 25 Jahre Zugehörigkeit zum Winzerverein und Walter Gutemann für 25 Jahre Arbeit im Aufsichtsrat geehrt.

Klaus Hiestand: „Ich war vor rund 30 Jahren als Mitglied der Musik `mal dabei. Das war noch im alten Hagnauer Hof. Aber als Gast ist es das erste Mal, denn ich bin ja jetzt neu im Gemeinderat. Der Abend gefällt mir sehr gut. Der Winzerverein ist für Hagnau ganz zentral; da empfinde ich es als Ehre, eingeladen zu sein. Das freut mich. Die familiäre Atmosphäre ist schön, es ist insgesamt angenehm und man sieht lauter fröhliche Gesichter.“
Klaus Hiestand: „Ich war vor rund 30 Jahren als Mitglied der Musik `mal dabei. Das war noch im alten Hagnauer Hof. Aber als Gast ist es das erste Mal, denn ich bin ja jetzt neu im Gemeinderat. Der Abend gefällt mir sehr gut. Der Winzerverein ist für Hagnau ganz zentral; da empfinde ich es als Ehre, eingeladen zu sein. Das freut mich. Die familiäre Atmosphäre ist schön, es ist insgesamt angenehm und man sieht lauter fröhliche Gesichter.“ | Bild: Uwe Petersen
Doris Poulitschek: „Schon als Jugendliche war es schön: Man hat richtig darauf gewartet, dass man alt genug war, dass man mit durfte. Als Winzerstochter war ich dann auch bald bei den Trachten. Das war vor rund 45 Jahren. Seitdem war ich immer dabei, wenn ich nicht gerade krank war. Meistens auch in Tracht. Als Trachtenfrau hat man die Ehre, den vielen Gästen im Saal den Pokal mit dem Winzertrunk herumzureichen und immer wieder aufzufüllen.“
Doris Poulitschek: „Schon als Jugendliche war es schön: Man hat richtig darauf gewartet, dass man alt genug war, dass man mit durfte. Als Winzerstochter war ich dann auch bald bei den Trachten. Das war vor rund 45 Jahren. Seitdem war ich immer dabei, wenn ich nicht gerade krank war. Meistens auch in Tracht. Als Trachtenfrau hat man die Ehre, den vielen Gästen im Saal den Pokal mit dem Winzertrunk herumzureichen und immer wieder aufzufüllen.“ | Bild: Uwe Petersen
Anja Kuhfeld: „Schon als Jugendliche war es schön: Man hat richtig darauf gewartet, dass man alt genug war, dass man mit durfte. Als Winzerstochter war ich dann auch bald bei den Trachten. Das war vor rund 45 Jahren. Seitdem war ich immer dabei, wenn ich nicht gerade krank war. Meistens auch in Tracht. Als Trachtenfrau hat man die Ehre, den vielen Gästen im Saal den Pokal mit dem Winzertrunk herumzureichen und immer wieder aufzufüllen.“
Anja Kuhfeld: „Schon als Jugendliche war es schön: Man hat richtig darauf gewartet, dass man alt genug war, dass man mit durfte. Als Winzerstochter war ich dann auch bald bei den Trachten. Das war vor rund 45 Jahren. Seitdem war ich immer dabei, wenn ich nicht gerade krank war. Meistens auch in Tracht. Als Trachtenfrau hat man die Ehre, den vielen Gästen im Saal den Pokal mit dem Winzertrunk herumzureichen und immer wieder aufzufüllen.“ | Bild: Uwe Petersen
Albert Staneker: „Der Winzertrunk ist für mich nach der Generalversammlung am Nachmittag die Gelegenheit, mit allen zusammen zu feiern. Man trifft seine Kollegen, tauscht sich aus, was alles im letzten Jahr passiert ist. Für uns Winzer ist das etwas Besonderes, weil das unser Fest ist, auf dem man wieder aus demselben Pokal trinkt, auch wenn man sich vorher vielleicht gestritten hat. Der Abend hat für mich die Bedeutung, die er ursprünglich hatte.“
Albert Staneker: „Der Winzertrunk ist für mich nach der Generalversammlung am Nachmittag die Gelegenheit, mit allen zusammen zu feiern. Man trifft seine Kollegen, tauscht sich aus, was alles im letzten Jahr passiert ist. Für uns Winzer ist das etwas Besonderes, weil das unser Fest ist, auf dem man wieder aus demselben Pokal trinkt, auch wenn man sich vorher vielleicht gestritten hat. Der Abend hat für mich die Bedeutung, die er ursprünglich hatte.“ | Bild: Uwe Petersen
Winzerchef Karl Megerle (li.) ehrt verdiente Mitarbeiter und ihre Frauen (v.l.): Sylvia und Tobias Keck, Christine und Walter Gutemann.
Winzerchef Karl Megerle (li.) ehrt verdiente Mitarbeiter und ihre Frauen (v.l.): Sylvia und Tobias Keck, Christine und Walter Gutemann. | Bild: Uwe Petersen