Es ist ein Phänomen: Wann immer in Hagnau ein Fest angesagt ist, tut sich im richtigen Augenblick der Himmel auf und läßt die Sonne scheinen. So war es auch am Sonntag. Pünktlich um 11 Uhr erstrahlte die Wilhelmshöhe im Sonnenlicht. Hier war der Hauptpunkt des Obst- und Weinwanderwegsfestes, das jedes zweite Jahr im Wechsel mit dem „Tag der offenenen Tür“ vom Winzerverein organisiert wird.

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Aus Angst vor Regen waren viele schirmbewaffnete Besucher schon früh gekommen, um sich einen Platz unter einem der Großschirme zu sichern und dort ein Viertele und eine der von Hagnauer Wirten angebotenen Speisen zu genießen. Ab halb zwölf wurden sie von der Blasmusik der „Bauernkapelle Oberschwaben„ unterhalten, die auf der Wilhelmshöhe unter den Bäumen tronte.

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Zur Ansprache durch Winzervorstand Karl Megerle hatte sich illustrer Besuch eingefunden: Neben Bürgermeister Volker Frede richteten auch die Apfelkönigin Sabrina Heiß, die Bodensee-Weinprinzessin Pia Dreher und die Badische Weinprinzessin Stephanie Megerle kurze Grußworte an die zahlreichen Besucher. Frede nutzte die Gelegenheit auch zu einem Hinweis auf die mögliche Trassenführung der B 31, die von den Winzern mit Stangen gekennzeichnet war, und befürchtete, dass dieser „schönste Blick auf den Bodensee„ von der Wilhemshöhe dann für immer gestört sein könne.

Viele Stationen am Weg

Nicht umsonst heißt das Fest nach dem seit einigen Jahren angelegten Obst- und Weinwanderweg. Entlang dieser etwa vier Kilometer langen Runde waren immer wieder Probierstationen und Infostände aufgebaut. Jäger und Imker informierten über ihre Tätigkeit, am Fohrenberg wurden Bioprodukte angeboten, in Frenkenbach gab es neben einem Stand des Amtes für Obst und Gartenbau den Kaffee- und Kuchenverkauf vom Kinder- und Jugendförderverein und auf dem Hof Meichle konnte man eine Brennerei besichtigen. Wem der Rundweg zu beschwerlich war, konnte sich auch mit Kutsche oder Traktor fahren lassen. Kurz nach Ende des Festes und Abbau der Stände setzte ein Gewitter ein.