„Hier spielt das Leben in Hagnau„, begründete Bürgermeister Volker Frede den Standort des neuen Defibrillators, der am Gwandhaus direkt neben dem Eingang zu Grundschule und Kinderhaus aufgehängt wurde. „Hier sind die Tourist-Info, die Grundschule, das Kinderhaus, das Rathaus und die Halle des Gwandhauses mit ihren vielen Veranstaltungen. Einen besseren Platz gibt es nicht.“

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Er, Barbara Schmidt und Michelle Kiefer von der Tourist-Info, Schulleiterin Silke Dimmeler und die Leiterin des Kinderhauses Tanja Lorenz waren gekommen, um das neue Gerät von den Vertretern der Björn-Steiger-Stiftung Johanna Ziegler und Angelo Sapia offiziell in Empfang zu nehmen.

Angelo Sapia von der Björn-Steiger-Stiftung zeigt, wie der „Defi“ angewendet wird. Silke Dimmeler, Barbara Schmidt, Bürgermeister Volker Frede, Michelle Kiefer und Tanja Lorenz (von links) schauen aufmerksam zu.
Angelo Sapia von der Björn-Steiger-Stiftung zeigt, wie der „Defi“ angewendet wird. Silke Dimmeler, Barbara Schmidt, Bürgermeister Volker Frede, Michelle Kiefer und Tanja Lorenz (von links) schauen aufmerksam zu. | Bild: Uwe Petersen

„Das ist jetzt unser viertes Gerät“, verkündete Frede. „Eines hängt an der Schiffsanlegestelle, eines im Vorraum der Volksbank und eines am Sportplatz. Jetzt wollen wir noch ein fünftes am Wasserwerk aufstellen, damit wir flächendeckend mit Defibrillatoren ausgerüstet sind.“

„Man kann nichts falsch machen, außer man tut gar nichts“

Ein „Defi“, wie er kurz genannt wird, wird bei Herzflimmern oder -stillstand eingesetzt, um mit einem Stromstoß das Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Parallel dazu muss man zwischendurch immer wieder mit Herzmassagen den Patienten aktivieren. Eine komplizierte Angelegenheit, sollte man meinen. Dem widersprach Angelo Sapia: „Man kann nichts falsch machen, außer man macht gar nichts.“

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Gerät gibt Sprachanweisungen

Denn das Gerät gebe dem Anwender klare Sprachanweisungen, was zu tun sei. Es analysiere permanent den Zustand des Erkrankten und richte danach seine Ansagen, bis der Notarzt da ist. „Das ist enorm wichtig, dass Sie zuallererst Hilfe herbeirufen“, so Sapia weiter.

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Frede: „Wenn auch nur ein Mensch gerettet werden kann, haben sich die Geräte gelohnt.“

Ursprünglich hatte die Björn-Steiger-Stiftung an den Bundesstraßen Notrufsäulen installiert. Doch seit beinahe jeder ein Handy hat, werden diese Säulen nur noch wenig genutzt. 2001 startete die Stiftung die Kampagne „Kampf dem Herztod“. Seit 2015 stattet sie Gemeinden in ländlichen Kreisen mit Defibrillatoren aus und gibt Unterweisungen für die richtige Anwendung. Frede zeigte sich überzeugt: „Wenn auch nur ein Mensch gerettet werden kann, haben sich die Geräte gelohnt.“

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