Die Wilhelmshöhe gilt als Hagnaus schönster Aussichtspunkt. Von hier aus hat man einen Blick über die Weinberge und das ganze Dorf auf den Bodensee und, bei guter Sicht, das Alpenpanorama. Gern entspannen hier Gäste und Hagnauer gleichermaßen, ruhen sich vom Aufstieg aus oder machen ein kleines Picknick. Doch die Bänke hier sind in die Jahre gekommen, das Holz fault und die Gestelle sind verzogen. Der Bodenbelag "ist mittlerweile uneben, ungepflegt und von Wurzeln der Bäume durchzogen", heißt es in einer Tischvorlage, die dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vorlag.

Nun haben sich der Tourismusverein und der Kunstschmied Andreas Hafen aus Meckenbeuren Gedanken über eine neue Konzeption gemacht. Die Kunstschmiede Hafen ist auch für die Gestaltung und Fertigung der Hagnauer Bänke verantwortlich, die zum Beispiel am westlichen Bodenseeufer entlang der Meersburger Straße aufgestellt sind. Zwei Typen gibt es: eine Sitzbank und eine Liegebank. Beide Typen sollen nun auch auf der Wilhelmshöhe aufgestellt werden. Zuvor wird das gesamte Plateau vom Bauhof eingeebnet und mit Schattenrasen bepflanzt.

Das Holz der Bänke ist leicht verrottet, die Metallgestelle sind verzogen.
Das Holz der Bänke ist leicht verrottet, die Metallgestelle sind verzogen. | Bild: Uwe Petersen

Gedacht ist an drei Sitzbänke mit Lehnen und zwei Liegebänke. Wie bereits an der Meersburger Straße werden auch für diese Bänke wieder Spender gesucht, die auf einer Plakette an der Bank genannt werden. Mit einem Volumen von zusammen 6271 Euro liegen die Bänke etwas unter dem Ansatz im Haushalt 2017.

Auch die beliebte Panoramatafel wird ausgetauscht. Das wurde mit den Spendern der bestehenden Tafel abgesprochen. Die Tafel zeigt das Alpenprofil, nennt die herausragenden Berge und ihre Höhe. Statt eines Fotos wird jetzt ebenfalls von Andreas Hafen eine reliefartige, sehr wertige und schwere Metalltafel aufgestellt, die sich im Design an den Bänken orientiert. Sie erlaubt es den Betrachtern im Stehen und im Sitzen, die sichtbaren Berge anhand der Tafel zu identifizieren. Die Kosten für diese Arbeit liegen bei 2653 Euro. Die alte Tafel ist in einem guten Zustand und soll an einem noch zu findenden neuen Standort aufgestellt werden.

Die typischen Hagnauer Sitzmöbel, wie hier an der Seepromenade, sollen in Zukunft auch auf der Wilhelmshöhe stehen.
Die typischen Hagnauer Sitzmöbel, wie hier an der Seepromenade, sollen in Zukunft auch auf der Wilhelmshöhe stehen. | Bild: Uwe Petersen

Leichte Unstimmigkeiten zeigten sich zunächst bei der Vergabe des Geländers an den Stufen zum Plateau. Dort lag das Angebot Hafens deutlich über dem eines Mitbewerbers. Doch Hafen erklärte die qualitativen Unterschiede sowohl der Konstruktion als auch der Anbringung. Das überzeugte den Gemeinderat, die Verwaltung zu beauftragen, sich wirklich vergleichbare Angebote einzuholen und dann zu entscheiden, welches Geländer bestellt wird.