Wie die Polizei berichtet, ist das Boot am Samstag gegen 9 Uhr an seinem Liegeplatz im Hafen-West gesunken. Dabei liefen etwa 20 Liter Kraftstoff in das Hafenbecken aus. Der entstandene Sachschaden wird auf zirka 6000 Euro geschätzt, berichtet die Polizei.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte habe sich herausgestellt, dass das Heck des Motorbootes im 1,60 Meter tiefen Wasser auf den Grund abgesunken war, während sich der Bug noch über Wasser befand. Das Benzin verteilte sich im gesamten Hafenbecken auf einer Fläche von zirka 30 Mal 50 Metern. Nachdem die Feuerwehr eine Schlauchsperre an der Hafenein- und Ausfahrt ausgelegt hatte, konnte die Ausbreitung der Gewässerverunreinigung auf den Bodensee verhindert werden. Mit Unterstützung von Polizeitauchern wurde das havarierte Motorboot mit einem Schwerlastkran geborgen und der Oberflächenfilm von der Feuerwehr abgesaugt.

Neben den Kräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Hagnau und Friedrichshafen waren Beamte der Wasserschutzpolizeistationen Überlingen und Friedrichshafen eingesetzt. Als vermutliche Ursache für den Untergang des zirka sechs Meter langen und zwei Meter breiten Motorbootes dürfte ersten Einschätzungen zu Folge eine undichte Manschette am so genannten Z-Antrieb, einer Gelenkverbindung zwischen Antrieb und Bootsrumpf, in Betracht kommen. Die Ermittlungen der sachbearbeitenden Wasserschutzpolizeistation in Überlingen hierzu dauern an.