„Chapeau für ihre Kunst. Chapeau Gudrun Servay-Böttcher„: Mit dieser Aussage würdigte der stellvertretende Meersburger Bürgermeister Peter Schmidt in seiner Laudatio die ausdrucksvollen Werke von Gudrun Servay-Böttcher. Die Künstlerin feierte ihre Bilder aus den vergangenen Jahrzehnten, zusammen mit vielen Kunstinteressierten, Freunden und Familie, im Bürger- und Gästehaus Hagnau am Bodensee.

Zahlreiche Kunstbegeisterte waren zur Vernissage gekommen.
Zahlreiche Kunstbegeisterte waren zur Vernissage gekommen. | Bild: Petra Hofmann

Der Hagnauer Bürgermeister Volker Frede betonte in seiner Begrüßung: „Wir sehen farbenfrohe und ausdrucksstarke Ölgemälde, wie die Künstlerin selbst.“ Selbstironisch fuhr er fort: „Beim Thema farbenfroh könnte ich mir manchmal eine Scheibe abschneiden. Aber, und das zu meiner Ehrenrettung, die Künstlerin Servay-Böttcher kann auch schwarz-weiß.“

Gudrun Servay-Böttcher mit dem 2002 selbst gebrannten „Alte Zwetschge“. Das Etikett zeigt eines ihrer Werke, den in schwarz-weiß gemalten Damenschuh „Der Begleiter.“
Gudrun Servay-Böttcher mit dem 2002 selbst gebrannten „Alte Zwetschge“. Das Etikett zeigt eines ihrer Werke, den in schwarz-weiß gemalten Damenschuh „Der Begleiter.“ | Bild: Petra Hofmann

Liebenswerte Besonderheiten

Mit dem bekannten Song „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, gespielt mit einem kunstvoll bemalten „Leierkasten“, wurde die Vernissage eröffnet. Ebenfalls 66 Jahre jung ist Gudrun Servay-Böttcher. Am liebsten hätte sie ja gar nichts zu ihrer Ausstellung gesagt, bekennt sie. Aber viele andere hatten sie davon überzeugt, ein wenig aus ihrem Leben zu erzählen. Zum Glück kam sie dieser Aufforderung nach, so erfuhren die Anwesenden liebenswerte Besonderheiten.

Friedlinde Engesser, sie betreibt zusammen mit ihrem Ehemann in der zweiten Generation das Drehorgel-Geschäft in Überlingen, Karlheinz Servay-Böttcher, Gatte der Künstlerin, und Rosemarie Gasser.
Friedlinde Engesser, sie betreibt zusammen mit ihrem Ehemann in der zweiten Generation das Drehorgel-Geschäft in Überlingen, Karlheinz Servay-Böttcher, Gatte der Künstlerin, und Rosemarie Gasser. | Bild: Petra Hofmann

Gudrun Servay-Böttcher lebt auf dem Haldenhof. Die Sehnsucht nach dem Malen „muss von innen heraus kommen“, sagt sie. Die Sehnsucht hatte sie – und meldete sich folglich zum Kunststudium an der freien Kunst-Akademie in Mühlhofen an. „Es war nicht immer einfach.“ Neben ihren normalen Aufgaben – Haushalt, Kinder, Ehemann und Weinreben – „morgens um Viertel nach sieben aufstehen, um dann das ganze erste halbe Jahr an der Schule nur Licht und Schatten zu malen, das war hart“.

Gudrun Servay-Böttcher bedankt sich bei allen, die sie bei der Ausstellung unterstützt haben. Den Landfrauen, der Hagnauer Feuerwehr, Michelle Kiefer, der Veranstaltungsmanagerin der Gemeinde, ihrem Ehemann Karlheinz, dem stellvertretenden Bürgermeister von Meersburg Peter Schmidt, dem Hagnauer Bürgermeister Volker Frede und vielen mehr.
Gudrun Servay-Böttcher bedankt sich bei allen, die sie bei der Ausstellung unterstützt haben. Den Landfrauen, der Hagnauer Feuerwehr, Michelle Kiefer, der Veranstaltungsmanagerin der Gemeinde, ihrem Ehemann Karlheinz, dem stellvertretenden Bürgermeister von Meersburg Peter Schmidt, dem Hagnauer Bürgermeister Volker Frede und vielen mehr. | Bild: Petra Hofmann

Abschluss als Meisterschülerin

Die Mühe hat sich gelohnt. Im Jahr 2000 schloss Gudrun Servay-Böttcher erfolgreich als Meisterschülerin ihr Kunststudium ab. Bei ihren ersten Ausstellungen lernte sie, nicht nur ihre Werke, sondern auch sich selbst in Szene zu setzen. „Die Besucher liefen immer zu meinem Mann, weil sie dachten, das wäre der Künstler.“ Durch ihre auffallend schönen Hüte fällt Servay-Böttcher auf, – inzwischen ihr Markenzeichen. Vor einigen Wochen hat sie mit einem ihrer Hüte den „Hut-Wettbewerb Schwarz-Ritterburg“ gewonnen.

Conny Brendle, frühere deutsche Hutkönigin von Lindenberg, vor dem Bild „Selbstbewusst“ von Gudrun Servay-Böttcher.
Conny Brendle, frühere deutsche Hutkönigin von Lindenberg, vor dem Bild „Selbstbewusst“ von Gudrun Servay-Böttcher. | Bild: Petra Hofmann

Gudrun Servay-Böttcher bedankt sich bei allen, die sie bei der Ausstellung unterstützt haben, mit einem besonderen flüssigen Highlight: dem 2002 selbst gebrannten „Alte Zwetschge“. Das Etikett zeigt eines ihrer Werke, den in schwarz-weiß gemalten Damenschuh „Der Begleiter“. Unter großen Applaus fordert sie das Publikum auf, mit ihr zusammen einen Rundgang durch die Ausstellung zu genießen.

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