Die bisher geltende Friedhofssatzung stammt aus dem Jahr 1988 und wurde einmal – vor 18 Jahren – an die Euroumstellung angepasst. Dass es mittlerweile Zeit für eine neue Satzung ist, fand die Verwaltung und erhielt dafür in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Rückenwind.

Gemeinderäte sprechen sich für regelmäßige Anpassung der Friedhofssatzung aus

„Kein Wunder, dass die Anpassung nach so vielen Jahren sehr hoch ausfällt“, meinte Luzia Werner (CDU). „Wir sollten die Gebühren regelmäßig, etwa alle zwei bis drei Jahre angleichen, damit der Sprung nicht zu groß wird.“ Dem pflichteten ihre Kollegen Urs Bröcker (Hagnau Aktiv), Harald Gutemann (Freie Wähler) und Renate Staneker (CDU) bei. Amtsleiter Denis Lehmann versicherte, Mitte des Jahres 2021 gebe es eine neue Kalkulation, um die Sätze im Jahr 2022 anpassen zu können.

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Nutzer tragen 35 Prozent der Kosten

Auch die Neuerungen, die seit der Sanierung des Friedhofes im vergangenen Jahr bestehen, müssten berücksichtigt werden, etwa das grüne Gräberfeld. In einer aufwendigen Tabelle stellte Lehmann den Räten die neue Kalkulation vor. Dabei einigte sich der Rat darauf, dass die Gemeinde weiterhin den Hauptteil der Kosten trägt. Der Anteil der Nutzer liegt bei 35 Prozent der Kosten, verteilt auf 25 Jahre. Das macht zum Beispiel bei einem Reihengrab für Erwachsene 930 Euro, also für jedes Jahr 37,20 Euro. Bisher kostete es 580 Euro.

Urnenreihengrab kostet künftig 270 Euro mehr

Noch größer ist der Anstieg der Kosten bei einem Urnenreihengrab von 290 Euro auf 560 Euro. Im Rasenbereich kostet ein solches Grab 1350 Euro. Dafür sei es pflegefrei und eine Tafel auf der Namenstele sei dabei, sagte Lehmann.

Die Kosten für Wahlgräber würden noch teurer. Den Räten erschien der Satz von 35 Prozent bei diesen Gräbern zu hoch. Die Kosten für ein Einzelgrab würden bei 1860 Euro liegen. Deshalb einigten sich die Räte darauf, den eineinhalbfachen Preis des Reihengrabes anzusetzen. Die Kosten dafür betragen etwa 2000 Euro. Lehmann sagte, dass Wahlgräber den Angehörigen mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Zudem sei die Nutzungsdauer beliebig verlängerbar. Der Rat stimmte den Regelungen einstimmig zu.

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