Bei ihrer Versammlung zur Nominierung der Liste für die Gemeinderatswahl im Hotel "Belriva" musste die Hagnauer CDU zuerst einen kleinen Schock verdauen: Monika Baur, die eigentlich fest vorgesehen war, erklärte zu Beginn, nicht kandidieren zu wollen. "Ich bin sehr aktiv in der Altenarbeit und zudem zu Hause stark eingespannt. Wenn ich im Rat säße, wäre mir das zuviel."

Doch dann konzentrierte sich die Versammlung auf ihr eigentliches Ziel. Jean-Christophe Thieke vom Kreisverband leitete mit technischer Hilfe von Harry Ropertz die Sitzung. Zunächst wurden Siegfried Gutemann und Helmut Bertsch als Vertrauensleute gewählt.

Anschließend entschied man, die Liste alphabetisch aufzustellen. Mit fünf anwesenden Partei-Mitgliedern, von denen allerdings nur zwei kandidieren wollen, war man beschlußfähig.

Bertsch, Braunger und Häberle nominiert

Die je drei Kandidatinnen und Kandidaten wurden jeweils einstimmig gewählt. Es sind in der Reihenfolge der Liste: Matthias Bertsch, der 43-jährige Lehrer für Wirtschaft und Geschichte hatte vor fünf Jahren bereits kandidiert.

Platz zwei belegt Thomas Braunger, der seine Zustimmung schriftlich eingereicht hatte, da er nicht kommen konnte. Er ist Polizist und unterrichtet an der Polizeischule in Biberach. Axel Häberle sitzt schon seit vielen Jahren im Rat. Der 62-jährige Jurist sieht seinen Schwerpunkt in Haushaltsfragen. Er betonte, dass es ihm auch "nach fast 20 Jahren immer noch Spaß" mache und man eine Mischung aus erfahrenen und neuen Ratsmitgliedern brauche.

Staneker, Stenschke und Werner kandidieren

Auf Platz vier steht Renate Staneker. Die gelernte Bankkauffrau und aktive Winzerin ist 53 Jahre alt und vertritt die Landwirtschaft auf der Liste.

Seit neun Jahren wohnt Julia Stenschke in Hagnau. Mit 38 Jahren ist sie die Jüngste auf der Liste. Sie ist Grundschullehrerin in Immenstaad und will sich "in Hagnau engagieren."

Zu guter Letzt tritt Lucia Werner wieder an. Sie war vor fünf Jahren überraschend in den Rat gewählt worden. "Ich mach das gerne und möchte mich weiter einbringen und ein Ohr für die Bürger haben", erklärte die 57-jährige Floristin. Die Versammlung behielt sich allerdings eine mögliche Nachnominierung vor.